Digitale Präsentation
Die Tochter des Papstes: Margarethe von Savoyen

IV. Königin von Sizilien: Der italienische Traum

Margarethe verewigte sich auf der Ex-Voto Tafel nach einer stürmischen Schiffsüberfahrt (Ausschnitt), Museo Abbaziale di Montevergine

Die Ehe zwischen Margarethe von Savoyen und Ludwig III., Herzog von Anjou, Titularkönig von Neapel, Sizilien und Jerusalem, sollte die beiden Häuser dynastisch wie politisch miteinander verbinden und dem Haus Savoyen den königlichen Titel einbringen. Die Braut war bei Abschluss des Ehevertrags 1431 gerade 11 Jahre alt und trat erst im Frühjahr 1434 die Reise zu ihrem Bräutigam nach Süditalien an. Festliche Empfänge begleiteten zunächst ihren Weg, bis Margarethe nach einer stürmischen Überfahrt im Juli 1434 in Cosenza in Empfang genommen wurde.

Da König Ludwig in den Krieg ziehen musste, war dem Ehepaar allerdings nur eine kurze gemeinsame Zeit gegönnt. Schon wenige Monate später verstarb er, und Margarethe wurde schon als 14–jährige zur Witwe. Der „italienische Traum“ war zerplatzt, die Königin konnte ihre Krone nicht verteidigen. Eine Gesandtschaft ihres Vaters holte sie im Herbst 1435 nach Savoyen zurück; Margarethe sollte sich in den folgenden zehn Jahren wieder in ihrer Heimat aufhalten.