Digitale Präsentation
Die Tochter des Papstes: Margarethe von Savoyen

III. Amadeus VIII. / Felix V.: Vater und Papst

Die Erhebung zum Herzog durch König Sigismund 1416 war für Amadeus VIII. von Savoyen ein großer Triumph und von eminenter politischer Bedeutung. Sein Ansehen und seine persönlichen Verbindungen konnte er auch in eine ambitionierte dynastische Politik einbringen: Die Ehen seiner Kinder verknüpften das Haus Savoyen bald mit den Herzögen von Mailand sowie den königlichen Kronen von Zypern sowie Neapel, Sizilien und Jerusalem, welche durch die Heirat von Margarethe mit Ludwig III. von Anjou gewonnen werden sollten.

De Doctrina

Abbildung von Herzog Amadeus VIII. in der Übersetzung des Albertanus von Brescia der moralischen Abhandlung "De doctrina dicendi et tacendi" und "De amore et dilectione Dei", um 1430, Bibliothèque royale de Bruxelles

Nach dem frühen Tod seiner Frau Maria von Burgund († 1422) zog sich Amadeus in seine Eremitage Ripaille am Genfersee zurück, wo er aber weiterhin die Herrschaft behielt. Als Papst Eugen IV. vom Basler Konzil 1439 abgesetzt wurde, wählten die Konzilsväter Amadeus noch im selben Jahr zum neuen Papst. Er nannte sich jetzt Felix V. und residierte — im Schisma mit dem römischen Papst Eugen IV. — zunächst in Basel, anschließend in Lausanne und Genf. Savoyische und päpstliche Insignien mischten sich; das Haus Savoyen stand im Zenit seiner Macht.