Militärgeschichte

Das Militärische nimmt bis zum Ende der Monarchie im Landesarchiv einen breiten Raum ein. Es gibt besondere Behörden, die eigene Aktenbestände hinterlassen haben, aber auch in anderen Beständen finden sich zahlreiche Bezüge zu diesem Thema. Die Überlieferung des Landesarchivs Baden–Württemberg über das Militär endet mit dem Jahr 1919, da die Zuständigkeiten vollständig auf das Reich übergingen. Nach diesem Jahr sind lediglich private Tagebücher und andere Aufzeichnungen aus Nachlässen zu erwarten. Weiterhin hatten staatliche Stellen mit Reichswehr, Wehrmacht, alliierten Truppen und Bundeswehr zu verhandeln, was Einblicke in die Fremdwahrnehmung der Truppen ergeben kann.

Welche Unterlagen können Sie im Landesarchiv Baden-Württemberg finden?

Die Unterlagen der badischen und württembergischen Militärbehörden und -formationen für den Zeitraum von ca. 1870 bis ca. 1920 werden im Generallandesarchiv Karlsruhe und Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrt. Hierunter befinden sich Verwaltungsdokumente, Personalunterlagen, Kriegstagebücher, Karten, Pläne, Fotosammlungen und Nachlässe.

Eine zentrale Überlieferung bilden die Unterlagen des XIV. (Badischen) Armeekorps und des XIII. (Württembergischen) Armeekorps im Ersten Weltkrieg. Über die Friedens- und Kriegsstammlisten können Personen in den militärischen Einheiten ermittelt werden.

Badische Militärbestände (Generallandesarchiv Karlsruhe)

Württembergische Militärbestände (Hauptstaatsarchiv Stuttgart)

Welche Unterlagen können Sie in anderen Archiven einsehen?

Das Bundesarchiv verwahrt umfangreiche militärische Bestände ab der Reichsgründung bis in die Gegenwart hinein, unter anderem die Dokumente der preußischen Armee, der Reichswehr, der Wehrmacht, der Volksarmee und der Bundeswehr. Weitere Informationen und Kontaktadressen finden Sie auf der Website des Bundesarchivs.

Wussten Sie schon?

Ausführliche Informationen zur Formationsgeschichte des deutschen Militärs finden Sie im Portal "Militär" auf Genwiki.