Oskar Dirlewanger und Gottlob Berger - Eine Täterfreundschaft

Termin

Beschnittene Bilder aus dem Bundesarchiv 183-S73495 und 183-S73321
Beschnittene Bilder aus dem Bundesarchiv 183-S73495 und 183-S73321

10.02.2026 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Buchvorstellung mit Friede Samo

Oskar Dirlewanger war Kommandeur der „Wildschützkompanie“, einer Sondereinheit der SS, die 1940 aus verurteilten Wilderern zusammengestellt und von ihm für den Nahkampf ausgebildet wurde. Denn Adolf Hitler wünschte sich eine Truppe, die wie Wilderer ihre „Beute“ unauffällig mit der Büchse durch Fangschuss töten sollte. Zum Einsatz kam Dirlewangers Kompanie 1940 erstmals in Polen, wo sie sich umgehend mafioser Methoden bediente, um danach verheerend an der Ostfront zu wüten. Für Dirlewanger und seine Sturmbataillone galten Partisanen bzw. die sie unterstützende sowjetische Bevölkerung als „Freiwild“. Um hohe personell Verluste im sogenannten „Bandenkampf“ auszugleichen, ließ Gottlob Berger, SS-Obergruppenführer, Chef des SS-Hauptamtes, General und Chef-Rekrutierer der Waffen-SS, im Baltikum und im heutigen Belarus einheimische Hilfskräfte anheuern, um die Kampfstärke der SS weiter zu vergrößern. Auch Dirlewanger profitierte davon. Durch zusätzliche Zuteilung von KZ-Insassen wuchs seine Sondereinheit zum Regiment, zuletzt über Verurteilte aus Straflagern der Wehrmacht, SS und Polizei sogar zur Brigade. Im Hintergrund hielt Berger „so zuverlässig wie unauffällig“ (Friede Samo) seine schützende Hand über Dirlewanger. Der vorbestrafte Sexualstraftäter wurde stetig befördert, über fünf Dienstränge hinweg vom Obersturmführer bis zum Oberführer der Waffen-SS. Friede Samo stellt in ihrem neuen Buch die Biographien der beiden NS-Täter vor.

Friede Samo ist freie Historikerin und Archäologin und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Vorstand der Lagergemeinschaft Ravensbrück und beim Förderverein Zentrale Stelle in Ludwigsburg

Abendkasse: 8,00 € (ermäßigt 5,00 €)

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Zentrale Stelle