
In dem neu etablierten Aufgabenbereich des Landesarchivs werden digital entstandene Dokumente unterschiedlichster Formate aus der gesamten Landesverwaltung dauerhaft archiviert und für Recherchen verfügbar gemacht. Gesichert werden unter anderem Datenbanken, Web-Seiten, Hybridakten (d.h. Akten, die zugleich digitale und herkömmliche Bestandteile auf Papier umfassen) sowie Daten aus Informationssystemen und Fachverfahren.
Damit wurden für das Landesarchiv die Voraussetzungen geschaffen, im Dauerbetrieb aus originär digitalen Unterlagen des Landes, ein digitales Gedächtnis zu bilden. Aufnehmen soll das Digitale Magazin alle digitalen Dokumente, die in rechtlicher und historischer Hinsicht dauerhaft zu bewahren sind und für die retrospektive Nachvollziehbarkeit gesellschaftlicher Entwicklungen und des Handelns von Politik und Verwaltung Bedeutung haben.
Die gespeicherten Informationen können von jedem Interessierten wie Papierunterlagen nach den archivgesetzlichen Regelungen für unterschiedlichste Zwecke wie die wissenschaftliche Forschung, die Regional- und Lokalgeschichte, aber auch für private Recherchen und die Erinnerungskultur im weitesten Sinne genutzt werden.
Die notwendigen Technologien wurden seit 2005 in einem Pilotprojekt entwickelt, in dem auch die ersten Übernahmen von Daten erfolgt sind.
Der erste größere Anwendungsfall wird das elektronische Grundaktenarchiv für das Justizministerium sein. Damit erfüllt das Landesarchiv zugleich seine Funktion als Dienstleister der Verwaltung.
Weitere Informationen erteilt gerne:
Prof. Dr. Robert Kretzschmar, Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg
0711/212-4271 oder -4272
landesarchiv@la-bw.de
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