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| Staatsarchiv Freiburg A 66/1 |
Ab 1830 hatte die Cholera, eine der gefürchtetsten ansteckenden Krankheiten, Mitteleuropa erreicht. Nach der damals geltenden Lehre wurde sie sowohl durch die Berührung eines Kranken als auch durch die von ihm ausgehenden üblen Gerüche übertragen. Mit zahlreichen Maßnahmen – Desinfizieren durch Chlor, Errichtung von Quarantänebezirken – versuchten auch die großherzoglich badischen Gesundheitsbehörden dieser Seuche Herr zu werden. Häufig vergebens! Die Cholera erzeugte Angst und Schrecken bei der Bevölkerung. Dies machten sich – wie zu allen Zeiten – auch zahlreiche Scharlatane zu nutzen, indem sie zweifelhafte Allheilmittel anpriesen und mit z.T. großem Erfolg unter die Leute brachten. Der österreichische Literat und Satiriker Moritz Gottlieb Saphir (1795–1858) karikierte die grassierende Choleraangst in seiner Münchner Zeitschrift „der deutsche Horizont“.
Vorliegende Abbildung findet sich im Bestand A 66⁄1–Direktorium des Dreisamkreises des Staatsarchivs Freiburg. Sie wurde bei der provenienzgerechten Neuverzeichnung der im Rahmen eines Beständeaustauschs mit dem Generallandesarchiv Karlsruhe in das Staatsarchiv Freiburg gelangten Unterlagen entdeckt und als sog. „abweichender Dokumentationswert“ in der archivischen Titelaufnahme vermerkt.
Ein Archivale aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg
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