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Die Reichsfreiherren von Freyberg-Eisenberg spielten in der frühen Neuzeit eine wichtige Rolle in der schwäbischen Reichsritterschaft und als Inhaber der Herrschaft Justingen auch im Reichsgrafenkolleg. Eine Besonderheit stellt der Kesslerschutz dar, den die Freyberger seit dem Spätmittelalter zwischen Iller und Lech ausübten. Zahlreiche Angehörige der Familie taten sich im weltlichen und kirchlichen Dienst hervor. Die Linie Freyberg-Öpfingen ist durch ihre Parteinahme für den Schwärmer Caspar Schwenckfeld in die Reformationsgeschichte eingegangen.
Das Freiherrlich von Freyberg’sche Archiv in Allmendingen dokumentiert deshalb nicht nur 700 Jahre Familiengeschichte, sondern ist auch eine wichtige Quelle für die Orts- und Regionalgeschichte. Die 371 Urkunden in diesem Archiv sind nunmehr durch ausführliche Regesten erschlossen. Sie haben geografisch Bezug zu zahlreichen Orten in Süddeutschland. Zu den Gegenständen der Urkunden gehören unter anderem Familienverträge, Stiftungen, Heiratsverträge, Kaufverträge, Standeserhebungen, Lehensbriefe, Besitzteilungen und -zusammenführungen, Schenkungen an kirchliche Institutionen, Interessenausgleiche, Schlichtungen, kaiserliche Hoheitsakte sowie Berufungen zu weltlichen und kirchlichen Ämtern. Die Vertragsschließenden und die Zeugen waren zumeist Mitglieder süddeutscher Adelsfamilien. Somit ist das Werk eine unverzichtbare Arbeitsgrundlage für vielfältige Forschungen zur Adelsgeschichte und zur Landesgeschichte.
Das Inventar kann über den Buchhandel oder direkt beim Verlag W. Kohlhammer in Stuttgart bezogen werden.
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