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Aktuelles >> Veranstaltungen >> "Christliches Abendland" – oder: Die Anderen als Fremde erschaffen

"Christliches Abendland" – oder: Die Anderen als Fremde erschaffen

Vortrag von Prof. Dr. Andreas Holzem, Tübingen

12.11.2019, 18 Uhr

Generallandesarchiv Karlsruhe

Key Visual Ausstellung "Ritter – Landespatron – Jugendidol. Markgraf Bernhard II. von Baden"

Das Generallandesarchiv lädt am Dienstag, den 12. November 2019, um 18 Uhr zu einem Vortrag von Professor Dr. Andreas Holzem zu einem historischen, gleichwohl zeitlos aktuellen Thema ein. Der Tübinger Theologe analysiert den historisch–politischen Begriff des christlichen Abendlands; er stellt dessen Instrumentalisierung im Kalten Krieg ebenso klar wie dessen zeitgenössischen Missbrauch als rechtspopulistischen Kampfausdruck. Das Generallandesarchiv setzt mit diesem Vortrag die Reihe seiner Begleitveranstaltungen zu der Ausstellung Ritter – Landespatron – Jugendidol. Markgraf Bernhard II. von Baden fort, die noch bis zum 22. November im Generallandesarchiv zu sehen ist.


Im Umfeld des großen Bernhardusjahres 1957/58 wurde der selige Markgraf Bernhard von Baden (†1458) als Verteidiger des Abendlandes gefeiert. Historische Rückbezüge auf die Verteidigung Europas gegen die Osmanen nach dem Fall von Konstantinopel 1453 verwoben sich mit den aktuellen Bedrohungsszenarien des Kalten Krieges und der neuen "Gefahr aus dem Osten", dem stalinistischen Bolschewismus.

Der Kirchenhistoriker Andreas Holzem geht in seinem Vortrag der ambivalenten Vorstellung vom "christlichen Abendland" zwischen Mittelalter und Moderne nach und er kann zeigen: Mit dem Reden vom christlichen Abendland waren immer Strategien der Aus- und Abgrenzung verbunden, die einhergingen mit der Überzeugung der eigenen kulturellen Überlegenheit. Rechtspopulistische Strömungen benutzen den Begriff des christlichen Abendlandes heute, um diffuse Stimmungslagen und Ängste durch den Rekurs auf das Christentum zu legitimieren, verfolgen damit aber nur ein Ziel: den Anderen immer wieder neu als Fremden zu erfinden.


Professor Dr. Andreas Holzem lehrt Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Katholisch–theologischen Fakultät der Universität Tübingen. In seinen Forschungen, durch die DFG gefördert in Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs, widmet er sich einer umfassenden Geschichte des Christentums in der Neuzeit. Seine 2015 in zwei Bänden erschienene Darstellung "Christentum in Deutschland 1550–1850. Konfessionalisierung – Aufklärung – Pluralisierung" avancierte schnell zum Standardwerk.


Vor dem Vortrag findet um 17 Uhr eine Kuratorenführung durch die Ausstellung Ritter–Landespatron–Jugendidol. Markgraf Bernhard II. von Baden statt.


Ort: Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe

Termin: Dienstag, 12. November 2019, 18 Uhr; Kuratorenführung durch die Ausstellung um 17 Uhr

Eintritt frei