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Archivale des Monats Dezember 2018

Vom Wohnhaus zur "Filzspielwarenfabrik"

Das Güterbuchsheft für Margarete Steiff

SGM 13 A 008.860.175
Güterbuchsheft für Margarete Steiff, Seite 3 (Vorlage: Grundbuchzentralarchiv Kornwestheim SGM 13 A 008.860.175)

Das Archivale des Monats 2018 ist zunächst nichts Einmaliges, im Gegenteil. Zu Tausenden gibt es die Güterbücher und Güterbuchshefte in württembergischen Kommunalarchiven oder, falls die historischen Grundbuchunterlagen an das Landesarchiv abgegeben worden sind, im Grundbuchzentralarchiv.

Auf den zweiten Blick zeigt sich, dass das vorgestellte Güterbuch dann aber doch etwas Besonderes ist. Es verweist auf große gesellschaftliche Veränderungen. In diesem Fall wurde eine zwar volljährige – aber ledige – Frau als Eigentümerin an verschiedenen Gebäuden und Gärten in Giengen an der Brenz eingetragen.

1890 kaufte sie einen Bauplatz in der Mühlstraße von ihrem Bruder, dem Werkmeister Friedrich Steiff junior, zum Preis von 660 Mark. Darauf ließ sie ein zweieinhalbstöckiges Wohnhaus mit je einem Hof vor und hinter dem Haus errichten. Im Jahr darauf erwarb sie, ebenfalls von Friedrich Steiff, das daran angebaute zweistöckige Wohnhaus, dessen Wert mit 10.000 Mark im Güterbuch angegeben wird. Beim ersten Eintrag ist deutlich zu erkennen, wie dieser später um u. Filzspielwarenfabrik ergänzt wurde, während beim zweiten Gebäude die Bezeichnung Wohnhaus gestrichen und durch Filzspielwarenfabrik ersetzt worden ist. Bei der ledigen Eigentümerin handelte es sich um Margarete Steiff. Sie hatte bereits 1880 die Steiff Manufaktur gegründet und diese wegen des anhaltenden Erfolgs durch den Bau und Kauf der Häuser vergrößert und in eine Fabrik umgewandelt. 1893 erfolgte der Eintrag der Margarete Steiff, Spielwarenfabrik Giengen / Brenz in das Handelsregister. Zu diesem Zeitpunkt dürften die Änderungen im Güterbuchsheft vorgenommen worden sein.

Ein Archivale aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg, Grundbuchzentralarchiv Kornwestheim, SGM 13 A 008.860.175.