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Archivale des Monats September 2018

Archivale des Monats September 2018

Spruchkammerakte Karl Berckmüller – Leiter der Karlsruher Gestapo

GLA Karlsruhe 465 h Nr. 55000 jpg
Meldebogen aus der Spruchkammerakte von Karl Berckmüller, 1933-37 Leiter der Gestapo in Karlsruhe

Acht Zentimeter ist die Spruchkammerakte von Karl Berckmüller dick. Und dieser Umfang zeigt bereits anschaulich, dass es sich um einen besonderen Fall handelt. Berckmüller wurde 1895 in Karlsruhe geboren, wo er auch 1961 verstarb.

Im Januar 1926 trat er der NSDAP bei. Anfang Oktober 1933 übernahm er die Leitung der Geheimen Staatspolizei Karlsruhe und ging mit aller Härte gegen Kommunisten, Juden und Katholiken vor. Kompetenzstreitigkeiten mit der SS führten 1937 zur Aufgabe seines Amtes. Im Oktober 1937 bis Kriegsende 1945 wurde er Bürgermeister von Villingen.

Das vorliegende Spruchkammerverfahren stufte ihn zunächst als Hauptbelasteten ein. Es gelang ihm jedoch nach einer Berufungsverhandlung im Dezember 1950, die gleichfalls hier dokumentiert ist, zum nur noch Belasteten heruntergestuft zu werden.

Das Generallandesarchiv Karlsruhe hat in den vergangenen Jahren die über 58.000 Akten der Spruchkammer Karlsruhe verzeichnet und damit der Nutzung zugänglich gemacht. Neben der Auswertung dieser personenbezogenen Unterlagen durch die wissenschaftliche Forschung nutzten in den vergangenen Jahren zunehmend Familienforscher die aussagekräftigen Dokumente, um den Lebensweg ihrer Vorfahren in der Zeit des Nationalsozialismus nachzuvollziehen.

Ein Archivale aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg, Generallandesarchiv Karlsruhe, 465 h.