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Archivale des Monats August 2018

Die Riesenmappe von Direktor Schmohl

StAL EL 268 I Nr. 136 klein

Vielgestaltig ist die Welt in den Magazinen des Landesarchivs, und mitunter begegnet man ganz besonders eindrucksvollen Exemplaren von Archivalien wie diese Mustermappe aus dem Bestand der damaligen Königlichen Baugewerkeschule, die heute als Hochschule für Technik Stuttgart firmiert. Die 2009 ins Staatsarchiv Ludwigsburg übernommenen Unterlagen der Hochschule ermöglichen eine Tour durch die Geschichte einer Institution des südwestdeutschen Bauingenieurwesens, die 1832 ihren Anfang nahm. Es gibt Unterlagen über alle Gremien, über die Studierenden, die Hochschulleitung und Verbände und Stiftungen im Umfeld

Eine "harte Nuss" für die Erschließung, aber auch die Einlagerung waren die zahlreichen Überformate. Sie wurden von speziell geschulten Kräften in einem eigens hergerichteten Saal des Staatsarchivs gereinigt, verpackt und katalogisiert. In den teils buchförmig gebundenen Mappen fanden sich Prüfungsarbeiten aus den Jahren 1875–1905 und 1959–1964, die eindrucksvoll die handwerklichen Schwerpunkte des Studiums zeigen. Während im 19. Jahrhundert die Schauentwürfe von fast fotorealistischer Präzision sind, steht in den 1950er Jahren das rationelle Entwerfen im Vordergrund: mit Tuschestift und Rasterfolien werden Bauwerke geplant, deren Ausmaße sich Architekten des 19. Jahrhunderts kaum hätten vorstellen können.

Die Mappe auf dem Foto enthält Arbeiten von Paul Schmohl, dem Direktor der Baugewerkeschule von 1906 bis 1935, der nicht nur beim Design moderner Bauten wesentliche Akzente setzte, sondern sich als Mitbegründer des "Württembergischen Bundes für Heimatschutz" auch für die Erhaltung von Baudenkmalen engagierte. Die enthaltenen Zeichnungen sind vor über 100 Jahren als fotomechanische Kopien entstanden und waren vermutlich für den Versand gedacht, was die Bedeutung des Schmohl'schen Werks unterstreicht.

Ein Archivale aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg, EL 268 I Nr. 136.