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Aktuelles >> Ausstellungen >> Grafeneck 1940

Grafeneck 1940

Euthanasie-Verbrechen in Südwestdeutschland

Das Generallandesarchiv Karlsruhe und das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Grafeneck präsentieren vom 17. November 2017 bis 2. März 2018 die Ausstellung "Grafeneck 1940 – Euthanasie-Verbrechen in Südwestdeutschland". Die Präsentation zeigt den Ort, an dem 1939 die reichsweit erste Anstalt zur industriellen Tötung eingerichtet wurde. Sie zeigt auch, dass Grafeneck, das 1940 zum Experimentierfeld für das millionenfache Morden in den Vernichtungslagern im Osten werden sollte, Karlsruhe nicht fern war; auch badische Patienten wurden umgebracht, auch badische Mediziner zählten zu den Vollstreckern des Massenmords an mehr als 10.000 psychisch kranken Menschen.

17.11.2017-2.3.2018

Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe

Grafeneck 1940

Idyllisch gelegen auf der Schwäbischen Alb, nicht mehr als rund 40 km südöstlich von Reutlingen, liegt Grafeneck, einstmals ein Jagdschloss der Herzöge von Württemberg. Seit 1928 gehört es der Samariterstiftung Stuttgart. Bis 2016 wurde es als Einrichtung für Menschen mit Behinderungen genutzt. Im Oktober 1939 wurde die Anlage durch den Staat beschlagnahmt, um darin die reichsweit erste Mordanstalt zur industriemäßigen Tötung psychisch kranker Menschen im Rahmen der NS-Euthanasiepolitik unterzubringen. Grafeneck wurde damit auch zum Experimentierfeld für das millionenfache Töten in den deutschen Vernichtungslagern in Osteuropa.


Über 10.000 Menschen wurden in Grafeneck innerhalb eines einzigen Jahres ermordet, darunter rund 4.500 Patienten der badischen Heil- und Pflegeanstalten. Doch nicht nur das macht das württembergische Grafeneck zu einem Ort der badischen Geschichte, sondern auch die Rolle, die badische Mediziner wie Alfred Hoche, Ludwig Sprauer und Arthur Schreck als Vordenker, Organisatoren und Vollstrecker des Krankenmords weit über die Grenzen Badens hinaus gespielt haben.


Die vom Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Grafeneck erarbeitete Wanderausstellung wird im Generallandesarchiv Karlsruhe um authentische Exponate aus seinen eigenen Beständen ergänzt, die deutlich machen, wie nahe Grafeneck bei Karlsruhe liegt. Ein attraktives Begleitprogramm mit Vorträgen, persönlichen Zeugnissen und einer szenischen Lesung an einem heute vergessenen Originalschauplatz der NS-Erbgesundheitspolitik mitten in Karlsruhe reichert die Schau an.



Ergänzend zur Ausstellung finden fünf Begleitveranstaltungen statt:

Dienstag, 28. November, 18 Uhr

Arbeitskreis Justiz Mannheim

Szenische Lesung „Die Unfruchtbarmacher“

ACHTUNG! Abweichender Veranstaltungsort: Oberlandesgericht Karlsruhe, Hoffstraße 10


Dienstag, 12. Dezember 2017, 18 Uhr

Vanessa Hilss

Sinti und Roma – Nicht aus Gründen der Rasse verfolgt? Zur Entschädigungspraxis am Landesamt für Wiedergutmachung Karlsruhe


Donnerstag, 18. Januar 2018, 18 Uhr

Maria Nüchter M.A.

„Zu keiner Arbeit fähig“. Die Pflegeanstalt Rastatt als Verwahranstalt dauernd anstaltsbedürftiger Geisteskranker


Donnerstag, 1. Februar 2018, 18 Uhr

Dr. Hans-Werner Scheuing

Die Macht der Bilder. Zwei Propagandafilme zur NS-Erbgesundheitsideologie


Dienstag, 20. Februar 2018, 18 Uhr

Opfer und Täter

Prof. Dr. Dr. Norbert Gross, Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof a.D., ehem. Präsident der Rechtsanwaltskammer beim Bundesgerichtshof

Meine Tante Mariele – Erinnerungen an eine Unbekannte

Kay Nehm, Generalbundesanwalt a.D.

Der Umgang mit den Tätern – das Beispiel Schleswig-Holstein


Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Sofern nicht anders angegeben, finden sie im Vortragssaal des Generallandesarchivs statt. Vor den Veranstaltungen findet jeweils um 17 Uhr eine öffentliche Kuratorenführung durch die Ausstellung statt.



Öffnungszeiten:

17. November 2017 - 2. März 2018

Di–Do 8.30–17.30 Uhr

Fr 8.30–19 Uhr

Geschlossen an Feiertagen sowie vom 27. bis 29. Dezember 2017

Eintritt frei

Führungen nach Vereinbarung