Landeswappen Baden-Württemberg

Aktuelle Hinweise

Ausstellungen

Veranstaltungen

Presse/Berichte

Neue Publikationen

Laufende Projekte

Nachrichtenarchiv

Unser Selbstverständnis

Landesarchiv

Aufgaben und Dienstleistungen

Rechtsgrundlagen

Organisation

Ansprechpartner/innen

Projekte

Jahresberichte

Publikationen

Ausbildung und Praktika

Vergabeverfahren

Stellenausschreibungen

Präsentationen und Inventare

Landeskunde entdecken online (LEO-BW)

Württembergisches Urkundenbuch Online

Auswanderung aus Südwestdeutschland

Klöster in Baden-Württemberg

Landesforschung und Landesbeschreibung

Angebote für Schulen und Gruppen

Mitmachprojekte des Landesarchivs

Aktenaussonderung

Elektronische Systeme

Historischer Wert

Ihr Landesarchiv

Ansprechpartner im Archiv

Übergabeverzeichnisse

Wie nutzen Sie das Landesarchiv?

An welche Archivabteilung können Sie sich wenden?

Recherche & Bestellung

Mein Konto

Recherchehilfen & Dienstbibliotheken

Öffnungszeiten

Rechtsgrundlagen und Formulare

Kopien und Reproduktionen

Aktuelles >> Veranstaltungen >> „Türkengefahr“ am Oberrhein

„Türkengefahr“ am Oberrhein

Die Wandlung eines Feindbildes zwischen Mittelalter und Neuzeit

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann, Karlsruhe

24.10.2017, 18 Uhr

Generallandesarchiv Karlsruhe

Fließende Räume. Karten des Donauraums 1650-1800

Das Generallandesarchiv Karlsruhe lädt am Dienstag, den 24. Oktober 2017, um 18 Uhr zu einem Vortrag über die „Türkengefahr“ am Oberrhein ein. Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann, der Leiter des Generallandesarchivs, zeichnet die Metamorphosen eines Feindbildes vom Mittelalter zur Neuzeit in unserer Region nach. Das Generallandesarchiv beschließt mit diesem Vortrag seine Begleitveranstaltungen zu der Ausstellung Fließende Räume. Karten des Donauraums, 1650-1800 fort, die noch bis zum 27. Oktober 2017 zu sehen ist. Der Vortrag findet im Seminarraum des Rechnungshofs Baden-Württemberg in der Stabelstraße 12, 76133 Karlsruhe, statt.


1494 zeichnete der Straßburger Humanist Sebastian Brant in seiner populären Schrift „Narrenschiff“ ein düsteres Bild Europas: Seit der Einnahme Konstantinopels 1453 stünden die Tore Europas den Türken offen. Doch am Oberrhein habe man dies noch gar nicht so wahrgenommen. Der „ferne militärische Gegner“ war aber eine „nahe Bedrohung“ – so lautete die Botschaft der Publizisten, Prediger – und auch des Kaisers in Wien.


Auch am Oberrhein veränderte sich in wenigen Jahrzehnten das „Bild des Türken“ zum „Bild des Feindes“ schlechthin, der eine universale Bedrohung Europas und seiner Regionen darstellte. Welche Elemente beinhaltete dieses Feindbild? Wie wurde es am Oberrhein verbreitet? In der Person des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, dem man später den Beinamen „Türkenlouis“ gab, wurden die Triumphe über den „Erbfeind“ spätestens im 19. Jahrhundert zum festen Bestandteil der badischen, „vaterländischen“ Geschichte, bevor die Nationalsozialisten den populären Fürsten für ihre Zwecke vereinnahmten.


Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann leitet seit 2010 das Generallandesarchiv Karlsruhe. Er ist Stellvertretender Vorsitzender der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg und Honorarprofessor an der Universität Heidelberg.


Vor der Lesung findet um 17 Uhr eine Kuratorenführung durch die Ausstellung Fließende Räume. Karten des Donauraus 1650-1800 statt.


Ort: Seminarraum im Rechnungshof Baden-Württemberg, Stabelstraße 12, 76133 Karlsruhe

Termin: Dienstag, 24. Oktober 2017, 18 Uhr – Kuratorenführung durch die Ausstellung im GLA bereits um 17 Uhr

Eintritt frei