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Landesarchiv >> Staatsarchiv Ludwigsburg >> Aktuelles der Abteilung >> Frisch entstaubt >> Aktenordner der Stuttgarter Sittenpolizei

Aktenordner der Stuttgarter Sittenpolizei

Ungewöhnlicher Aktenfund im Staatsarchiv Ludwigsburg

31.8.2017

StAL F 215 Zug. 2017/66
Aufnahme: Julia Noah Munier

Mit der Übernahme mehrerer Aktenordner der Sittlichkeitspolizei in Stuttgart ist dem Staatsarchiv Ludwigsburg eine nach langen Verhandlungen eine nicht alltägliche Aktenübernahme gelungen. Die Ordner mit zahlreichen Bildmappen dienten offenbar als Hilfsmittel für die polizeiliche Arbeit und enthalten neben Anschauungsmaterial zu den verschiedensten Arten "sittlicher Verfehlungen" auch erkennungsdienstliche Unterlagen wie Fotografien von Beschuldigten. Wann genau das Material zusammengestellt wurde, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Sicher ist, dass die Ordner noch nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz waren und Bilder enthalten, die bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts zurückreichen.

Von den vermutlich fünf Ordnern ist einer bereits 2015 in das Archiv gelangt und konnte dann erstmals in der Ausstellung "Homosexualität_en" im Deutschen Historischen Museum gezeigt werden. Drei weitere sind in diesem Jahr an das Archiv abgegeben worden, ein fünfter wird noch vermisst. Die Ordner konnten zwischenzeitlich bereits von Forscherinnen und Forschern aus dem an der Universität STuttgart angesiedelten Projekt "LSBTTIQ in Baden und Württemberg" ausgewertet werden. Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den Lebenswelten, der Repression und Verfolgung von homo-, bi- und trans- und intersexuellen Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus und den ersten Nachkriegsjahrzehnten im südwestdeutschen Raum. Über erste Erkenntnisse wird ausführlich auf der Website des Projekts berichtet. Auch das im Aufbau befindliche Stuttgarter Stadtmuseum ist bereits auf die Ordner aufmerksam geworden und wird sie in seine Ausstellung integrieren.

Interessierte können die Archivalien unter Beachtung der archivrechtlichen Bestimmungen im Staatsarchiv Ludwigsburg einsehen.