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VIII.11 Revers des Mönchs Johannes Maier aus Calw (Audio und Edition)

VIII.11 Revers des Mönchs Johannes Maier aus Calw (Audio und Edition)

Johannes Maier

1535 Juli 13
Ausfertigung, Pergament, 1 Siegel anhängend, 27,4 × 55,4 cm
HStAS A 474 U 85
Edition im Anhang Nr. 16, CD Nr. 33

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Mit der württembergischen Klosterordnung vom Juli 1535 wurde den Mönchen der Austritt aus dem Kloster erleichtert. Durch das Angebot einer jährlichen Rente, dem Leibgeding, oder einer einmaligen Abfindung war für ihre finanzielle Absicherung gesorgt. Dafür mussten die Mönche mit Einsetzen ihres Namens in ein vorgefertigtes Formular bestätigen, dass sie in jungenn unverstenndigenn tagen auß ainem göttlichen eyffer, doch on verstannd ins Kloster eingetreten waren.

Johannes Maier von Calw gehörte zu insgesamt vierzehn Mönchen, die in den Austritt einwilligten. Bereits zwei Wochen später immatrikulierte er sich neben vier ehemaligen Mitbrüdern an der Universität Tübingen und schlug damit die vorgesehene geistliche Laufbahn für den evangelischen Kirchendienst ein. Bestätigt wird der Revers durch das Siegel der Stadt Tübingen.


16. Klosteraustritt des Johannes Maier aus Bebenhausen
1535 Juli 13
HStAS A 474 U 85 (vgl. VIII.11)
(CD Nr. 33)

Ich, Johannes Maier von Calw, bekhenn offennlich mit dem brieff für mich unnd all meine erbenn, nachdem ich in meinenn jungenn unverstenndigenn tagen auß ainem göttlichenn eyffer, doch on verstannd unnd grund der geschrifft, in das closter Bebennhusenn mich Gott meinem herrenn darinnen zu dienen, meiner seel hail zu suchen, begeben, unnd aber durch Gottes unußsprechennliche guete und sein gnadennrych wort, so in disenn letstenn zeitenn widerumb clarer dann vor ettlich hundert jarn an tag khommen, unnderricht, das mir solch closterlebenn, von wegenn anhanngennder irriger mißgloebenn, grylicher abgottery, ouch annderer beschwärlicher, unchristennlicher verstrickung des gewissenns, mer schädlich dann fürderlich. Derhalbenn hab ich mit härtzlicher danncksagung der vätterlichenn trew mir durch den durchleuchtigenn hochgepornen fürstenn unnd herrn, herrn Ulrichen, hertzogenn zu Würtemperg unnd Teckh, graven zu Mümpelgart etc., mein gnädigenn herrn, aussr ganntz christennlichem unnd fürstlichem gemuet angepottenn und bewisenn, statgebenn unnd mir solche, mein ungegründt lebenn in ain christlichenn, seligenn stannd zu verennderenn […]