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IV.47 Die Rüstung von Herzog Ulrich

IV.47 Die Rüstung von Herzog Ulrich

Titelbild Kapitel 4

[1525–1530], Nürnberg
Wilhelm von Worms d. Ä.; blankes Eisen und Leder
Kunsthistorisches Museum Wien, Hofjagd- und Rüstkammer A 237

Herzog Ulrich von Württemberg war ebenso als streitbarer Fürst wie als kraftvoller Kämpfer bekannt. Seine prächtigen Rüstungen stehen für sein repräsentatives Auftreten als militärischer Führer wie im Turnier oder bei höfischen Festen. Neben einem kostbaren Reiterharnisch Ulrichs, der gemeinsam mit einem Rossharnisch für sein Pferd aus seinen ersten Regierungsjahren erhalten geblieben ist (heute Philadelphia Museum of Fine Art), und seinem Schembarthelm (vgl. I.7), der ebenfalls noch aus seiner ersten Regierungszeit (vor 1519) stammen dürfte, beeindruckt dieser Riefelküriss durch seine Proportionen und aufwändige Ausführung.

Die Rüstung wurde wie der Schembarthelm Ulrichs von Meister Wilhelm von Worms d. Ä. († 1537) in Nürnberg gefertigt; sie war ebenso für den Kampf im Feld wie für den Einsatz im Turnier geeignet und gehört offenbar in die Jahre von Ulrichs Vertreibung aus Württemberg. Damals hatte Ulrich vor allem im Kontext des Bauernkriegs versucht, Land und Herrschaft gewaltsam zurückzuerlangen, was ihm schließlich 1534 mit dem Sieg in der Schlacht von Lauffen gelang. Allerdings weist die glänzende Erhaltung des Küriss darauf hin, dass er vielleicht nie in der Schlacht oder im Turnier getragen wurde.

Gemeinsam mit einer weiteren Rüstung sandte Herzog Ludwig von Württemberg den Riefelküriss im Jahr 1582 an Erzherzog Ferdinand II. von Tirol, der sich gerade eine große Sammlung von Rüstungen berühmter Leute anlegte. So gelangte der Küriss schließlich in die österreichische Rüstkammer nach Wien, wo er heute im Kunsthistorischen Museum verwahrt wird.