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IV.1 Herzog Ulrich von Württemberg

IV.1 Herzog Ulrich von Württemberg

Herzog Ulrich

1520
Holzschnitt von Erhard Schön, koloriert; Papier, 15,8 × 12,7 cm
Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett, Inv. Nr. 471-10
(Ausgestellt: Vergrößerte Reproduktion)

Herzog Ulrich hatte seine selbstherrliche und aggressive Politik auch gegenüber benachbarten Herrschaften und Reichsstädten fortgeführt und geriet damit immer stärker in die politische Isolation. Auf seinen Angriff gegen die Reichsstadt Reutlingen 1519 hin rüstete der Schwäbische Bund, dessen Mitglied Reutlingen war, zum Krieg gegen Württemberg, besetzte das Herzogtum und zwang Ulrich zur Flucht. Die Herrschaft in Württemberg sollte nun an das Haus Habsburg übergehen, die Übergabe an den neuen Kaiser Karl V. wurde im Februar 1520 offiziell vollzogen.

Zur Entstehungszeit des Holzschnitts, den der Nürnberger Künstler Erhard Schön (um 1491–1542), vielleicht gemeinsam mit dem Stecher Sebald Beham, von Herzog Ulrich fertigte, war dieser bereits aus Württemberg vertrieben worden. Der Holzschnitt geht auf ein Münzbildnis des Herzogs von 1518⁄19 zurück. Er zeigt in seinem ursprünglichen Zustand über dem Kopf Ulrichs das württembergische Wappen, das in einem späteren Zustand bereits getilgt wurde – offenbar als Reaktion auf die Vertreibung des Herzogs und den Übergang seiner Herrschaft an das Haus Habsburg. Der Titel des Bildes, der Ulrich als Hertzog zu Wirtenberg benennt, konnte damals nur mehr als sein Anspruch auf Land und Herrschaft verstanden werden.