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III.34 Das Wormser Edikt Kaiser Karls V.

III.34 Das Wormser Edikt Kaiser Karls V.

Wormser Edikt

1521 Mai 8, Worms
Papier, 123,5 x 30,5 cm, 3 Blatt aneinandergeheftet
GLAK 50 Nr. 17 K1

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Der Einblattdruck des Wormser Edikts Kaiser Karls V. vom 8. Mai 1521 besteht aus drei aneinandergeklebten Folioblättern; die Kleberänder sind kaum sichtbar. Dadurch erreicht es eine beeindruckende Länge. Außerdem trägt es eine auffällige Überschrift, die durch Verzierungen über den Lettern hervorgehoben wird. Auch die W–Initiale ist prächtig gestaltet. Damit dürfte schnell klar geworden sein, dass es sich hierbei um einen wichtigen Erlass des Kaisers handeln musste.

Diesem Wormser Edikt vorausgegangen waren die Exkommunikation Martin Luthers durch Papst Leo X. im Januar 1521 und Luthers Weigerung auf dem Reichstag zu Worms im April, seine Lehre zu widerrufen. Daraufhin erklärte Kaiser Karl V. damit Luther zum Ketzer und verhängte die Reichsacht über ihn. Karl gebot allen Einwohnern des Reiches, Das Yr den vorgemelten Martin Luther. Nit Hauset ⁄ hofete. Etzt Trencket noch endthaltet. noch yme mit worten oder Wercken ⁄ Haimlich noch Offentlich kaynerlei hilff. Anhang ⁄ Beystandt ⁄ noch fürschub beweiset. Sond wo Yr yne alßdann ankomen vnd betretten vnd des mechtig sein moegt ⁄ Yn fencklichen annemet ⁄ vnd anzaiget ⁄ vnd vns wolbewart zuosendet.

Außerdem bestimmte Kaiser Karl V., dass Luthers Schriften nicht mehr gekauft, verkauft, gelesen, abgeschrieben, gedruckt oder anderweitig verbreitet werden durften, sie sollten hingegen verbrannt werden.

Obwohl das Wormser Edikt als Einblattdruck rasch im ganzen Reich bekannt gemacht werden konnte, erfüllte sich die Hoffnung, Luther in Gewahrsam zu nehmen und damit die weitere Ausbreitung der lutherischen Ideen verhindern zu können, nicht. Luther wurde von seinem Landesherrn, dem Kurfürsten Friedrich III. von Sachsen, auf die Wartburg in Sicherheit gebracht und begann dort damit, das Neue Testament ins Deutsche zu übersetzen.