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II.18 Ein Ablassplakat aus Kiedrich

II.18 Ein Ablassplakat aus Kiedrich

Ablassplakat

Nach 1492, Rheingau
Pergament auf Holz aufgezogen in altem Holzrahmen, 88 × 70 cm
Pfarrarchiv St. Valentinus Kiedrich

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In Kiedrich im Rheingau entwickelte sich zum Ende des Mittelalters eine Wallfahrt zum heiligen Bischof Valentin von Terni. Der Abt des Zisterzienserklosters Eberbach hatte um 1400 dem neben der Abtei liegenden Pfarrort einen Teil der Schädeldecke des frühchristlichen Märtyrers verschafft. Seit 1417 ist die Wallfahrt bezeugt und zog von 1434 bis 1444 mit dem Bau der Michaelskapelle und dem folgenden Ausbau der Pfarr– und Wallfahrtskirche bis 1493 ein umfängliches Bauprogramm nach sich.

1490 und 1491 konnten durch den Kiedricher Pfarrer Philipp Bipes und die Meister der Kirchenfabrik umfangreiche Ablassbullen für den Kirchbau und die Kirche bei Papst Innozenz VIII. erwirkt werden. Um den Pilger geeignet auf die möglichen Ablässe aufmerksam zu machen, wurden die päpstlichen Urkunden sowie weitere Ablassprivilegien des päpstlichen Legaten Raymund Peraudi in gut lesbarer großformatiger Textura abgeschrieben und auf Holz aufgezogen, um in der Kirche oder am Eingang ausgehängt zu werden. Solche frühen "Werbeplakate" sind in der Literatur und der Niederländischen Malerei (Kircheninterieurs) häufig überliefert, haben sich aber anscheinend nur in Kiedrich original erhalten.