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II.3 Das Lorcher Antiphonar (Audio)

II.3 Das Lorcher Antiphonar (Audio)

Lorcher Antiphonar

1511/12, Kloster Lorch
Pergament, 308 Blatt, 57 × 38,5 cm
WLB Stuttgart Cod. mus. I 2° 64, aufgeschlagen: Bl. 17r

Das prachtvoll ausgestattete Antiphonar entstand am Vorabend der Reformation. Es wurde im Auftrag von Sebastian Sitterich, dem Abt des Benediktinerklosters Lorch (amt. 1510–1525), in den Jahren 1511–1512 angefertigt, um den speziellen Ausprägungen der Melker Reform, der sich das Kloster angeschlossen hatte, auch in der Liturgie Rechnung tragen zu können. Darüber hinaus kommt dem württembergischen Herzogshaus, namentlich Herzog Ulrich, eine nicht unbeträchtliche Rolle als Stifter zu.

An dem großangelegten Projekt waren zahlreiche Mönche aus anderen Klöstern der Melker Reform beteiligt, so zum Beispiel der Schreibmeister Leonhard Wagner aus dem Kloster St. Ulrich und Afra in Augsburg, der im vorliegenden Antiphonar neben Michael Kürleben aus Nürtingen und Ulrich Gödelin einen Teil der Notation geschrieben haben dürfte. Textschreiber waren Conradus Bavarus, der spätere Lorcher Abt Laurentius Autenrieth (1525–1548), Ulrich Gödelin und ein "Fridericus Scriptor de Schorndorf", die alle vier im Kloster Lorch beheimatet waren. Die Illuminierungen wurden dagegen von dem weltlichen Buchmaler Nikolaus Bertschi aus Augsburg ausgeführt.

Die Antiphon zur Weihnachtsvigil (Rex pacificus […]) auf Blatt 17r wird von einer historisierten Initiale eingeleitet, welche die Geburt Christi zeigt. In der Streublumen-Teilbordüre ist oben rechts das Wappen des Auftraggebers Sebastian Sitterich zu erkennen.