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Landeskunde & Bildung >> Präsentationen und Inventare >> Mittelalter und Frühe Neuzeit (bis ca. 1803/06) >> "Freiheit – Wahrheit – Evangelium" – Reformation in Württemberg >> VI. Die Reformation in den Medien: Literatur, Musik und Kunst

VI. Die Reformation in den Medien: Literatur, Musik und Kunst

Titelbild Kapitel 6
Franziskaner, Mönche ausbrütend und präsentierend (aus: Ein Buch von allerlei Rüstung)

Vorlage: Staatsbibliothek zu Berlin

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VI.1 Der zwölfjährige Christus im Tempel

VI.13 Luther im Bett

VI.17 Thomas Murner: Ain new Lied... und Michael Stifel: Ain ander Lied…

VI.19 Michael Stifel: Von der Christfermigen rechtgegründten leer Doctoris…

VI.22 Spottmedaillen auf die katholische Kirche

VI.24 Hans Sachs: Wo das haws nit bawet der Herr

VI.25 Ambrosius Blarer übersendet ein Lied nach Esslingen

VI.28 Das Effringer Gesangbuch

VI.33 Christus als Salvator Mundi

Die Reformation ist als großes Medienereignis zu begreifen: Auch im deutschen Südwesten war die schnelle und breite Vermittlung der neuen Lehre Martin Luthers und seiner Anhänger von zentraler Bedeutung für ihren Erfolg. Vor allem der Buchdruck in den oberdeutschen Städten spielte dabei eine wichtige Rolle: Theologische und politische Schriften, aber auch Sprüche und Lieder kamen dadurch unter das Volk und wurden weitergetragen. In der Volkssprache und vielfach mit Holzschnitten bebildert, waren Einblattdrucke, Flugblätter und Flugschriften die gängigen und günstigen medialen Formen im öffentlichen Diskurs.

Vor dem Hintergrund der regen humanistischen Literaturszene wurden politische und religiöse Auseinandersetzungen im Druck geführt; Propaganda, Polemik und Satire fanden hier auch drastische Ausdrucksformen und prägten den publizistischen Streit um die Reformation. Dieser Streit zwischen der altgläubigen Partei und den Anhängern der neuen Lehre wurde auch mit künstlerischem Nachdruck geführt. Triumph– und Spottlieder begleiteten das Zeitgeschehen und vermitteln noch immer seine aufgeheizte Stimmung. Die zahlreichen neuen Kirchenlieder von Martin Luther oder Ambrosius Blarer wirkten daneben bei der Verkündigung und Manifestation des evangelischen Glaubens durch die Gemeinden.

Und schließlich waren es Bildwerke, die dem neuen Glauben kunstvollen Ausdruck verliehen: Das Gotteswort rückte auch hier in den Mittelpunkt der reformatorischen Bildsprache; großformatige, vielgliedrige Flügelaltäre, wie der berühmte Mömpelgarder Altar, stehen dafür. Auch Tafelbilder der Reformatoren und ihrer Fürsten, Münzen und Medaillen trugen die Bild– und Porträtsprache der Reformation weiter. Sie erhalten die Erinnerung daran bis in unsere Tage: Freiheit – Wahrheit – Evangelium stehen nach wie vor prominent im gesellschaftlichen Diskurs.