Landeswappen Baden-Württemberg

Aktuelle Hinweise

Ausstellungen

Veranstaltungen

Presse/Berichte

Neue Publikationen

Laufende Projekte

Nachrichtenarchiv

Unser Selbstverständnis

Landesarchiv

Aufgaben und Dienstleistungen

Rechtsgrundlagen

Organisation

Ansprechpartner/innen

Projekte

Jahresberichte

Publikationen

Ausbildung und Praktika

Vergabeverfahren

Stellenausschreibungen

Präsentationen und Inventare

Landeskunde entdecken online (LEO-BW)

Württembergisches Urkundenbuch Online

Auswanderung aus Südwestdeutschland

Klöster in Baden-Württemberg

Landesforschung und Landesbeschreibung

Angebote für Schulen und Gruppen

Mitmachprojekte des Landesarchivs

Aktenaussonderung

Elektronische Systeme

Historischer Wert

Ihr Landesarchiv

Ansprechpartner im Archiv

Übergabeverzeichnisse

Wie nutzen Sie das Landesarchiv?

An welche Archivabteilung können Sie sich wenden?

Mein Konto

Recherche & Bestellung

Recherchehilfen & Dienstbibliotheken

Öffnungszeiten

Rechtsgrundlagen und Formulare

Kopien und Reproduktionen

Aktuelles >> Ausstellungen >> RAF - No Evidence / Kein Beweis

RAF - No Evidence / Kein Beweis

Ausstellung im Staatsarchiv Ludwigsburg vom 22. September bis 10. November 2017

22.9.-10.11.2017

Staatsarchiv Ludwigsburg

M Folkwang Arwed Messmer Zelle Todesnacht Stammheim 7
Lautsprecher in der Zelle von Jan-Carl Raspe (Vorlage: StAL EL 51/3 Bü 689, Reproduktion: Arwed Messmer)

Über die Rote Armee Fraktion und den Deutschen Herbst 1977 ist aus journalistischer, historischer, literarischer und filmischer Perspektive viel geschrieben und erzählt worden. Der Fotograf und Bildarchäologe Arwed Messmer widmet sich in seiner neuen Arbeit aus fotografischer Sicht diesem Kapitel der bundesdeutschen Geschichte und hat dazu auch umfangreiche Recherchen im Staatsarchiv Ludwigsburg durchgeführt.

Ausgangspunkt für Arwed Messmers jüngstes Projekt, das seit Juni im Museum Folkwang in Essen und ab Anfang September auf der Fotobiennale in Mannheim gezeigt wird, sind die bisher unbeachtet gebliebenen unterschiedlichen Aufnahmen von Polizeifotografen – Fotos von Demonstrationen, Tatortbilder und erkennungs-dienstliche Aufnahmen –, die er in verschiedenen staatlichen Archiven gesichtet hat. Messmer stellt die Frage, wie diese ehemalige kriminalistische Spurensuche heute als künstlerische Recherche produktiv werden kann – im Sinne einer anderen Erkenntnis dieser Zeit.

Arwed Messmers Methode des zweiten Blicks fördert Bilder zutage, die zuvor größtenteils noch nicht veröffentlicht worden sind und die sich auf den Filmstreifen neben den bekannten Aufnahmen befinden – etwa jener Aufnahmen aus den Todeszellen in Stammheim, die später, veröffentlicht unter anderem im Stern, zu Ikonen geworden sind. Ihre ursprüngliche Funktion haben diese Aufnahmen gegen eine andere dokumentarische Qualität eingetauscht. Somit hat Messmers Arbeit auch eine bildethische Dimension: Welche Aufnahmen darf man zeigen, wie kann man sie zeigen, warum sollen wir sie sehen? Dies rührt an einen zentralen Punkt in der Debatte über Bilder, die einerseits historische Dokumente sind, andererseits ihre eigene Ästhetik und ein großes, kaum steuerbares Potential für die empathische Auseinandersetzung mit Geschichte aufweisen.

Im Staatsarchiv Ludwigsburg werden repräsentative Ausschnitte seines jüngsten Ausstellungsprojekts zu sehen sein - fokussiert auf die Aufnahmen, die nach den Selbstmorden der Terroristen in Stammheim angefertigt wurden und die heute im Staatsarchiv Ludwigsburg verwahrt werden. Ergänzend werden in Ludwigsburg erstmals auch Originale der Fotoüberlieferung aus den Beständen des Archivs gezeigt.

Zu der Ausstellung erscheint ein Begleitbuch im Hatje-Cantz-Verlag.
Einen Videoclip zur Ausstellung in Essen finden Sie hier.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Mo-Do 9-16.30 Uhr, Fr 9-15.30 Uhr, Sa, So u. Feiertag geschlossen

So 8.10. u. 5.11., jeweils von 14-17 Uhr

Eröffnung:

Donnerstag, 21.9.2017, 19 Uhr, mit einer Einführung von Florian Ebner, Leiter der Abteilung Fotografie am Centre Pompidou Paris

Anmeldung zu Führungen: 07141/186310

Der Eintritt ist frei.