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Aktuelles >> Veranstaltungen >> Die schwäbische Hausfrau und die alte „gute“ Policey. Überlegungen zur Sparsamkeit, Sorgfalt, Sauber- und Schicklichkeit

Die schwäbische Hausfrau und die alte „gute“ Policey. Überlegungen zur Sparsamkeit, Sorgfalt, Sauber- und Schicklichkeit

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Wüst, Erlangen

15.03.2017, 18.00 Uhr

Hauptstaatsarchiv Stuttgart

Karikatur "Die schwäbische Hausfrau im Ausgabenwahn"
Kariktur: Die schwäbische Hausfrau im Ausgabenwahn, 10. Juni 2013

Die Einträge zum Stichwort „Hausfrau“ sind im einschlägigen Schwäbischen Wörterbuch von Hermann Fischer – 1911 in Tübingen erschienen – zwiespältig. Einerseits bestätigt sich die landläufige Meinung ihres geldwerten Charakters im dort zitierten Beleg: Eine fleissige H[ausfrau] ist die beste Sparbüchse. Andererseits erfahren wir unter den Synonymen mit einem Weib, das müssig umherläuft, auch ökonomisch Beunruhigendes. Das Meinungsbild zur „Schwäbischen Hausfrau“ hat sich seitdem offenbar positiv entwickelt, wie so manche Artikel und Vergleiche neueren Datums beweisen.

Sorgfalt, Sparsamkeit, Sittsamkeit und Schicklichkeit – sie gelten als zeitlose hausfrauliche Tugenden – fanden bereits in verschiedener Form Eingang in die Policey-Quellen des 15. bis 19. Jahrhunderts. Ihr Bedeutungsgehalt unterscheidet sich deutlich vom modernen Denken unseres 21. Jahrhunderts und dem sich seit der Industrialisierung entwickelnden und von der Genderforschung begleiteten Haus-Frauen-Bild. Der Vortrag erläutert die Leittugenden aus dem historischen Kontext heraus und zeigt die Entwicklungslinien auf.

Prof. Dr. Wolfgang Wüst ist Inhaber des Lehrstuhls für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; er beschäftigt sich unter anderem mit frühneuzeitlichen Herrschaftsformen, regionaler Wirtschafts- und Industriegeschichte und Normensetzung in der Frühmoderne.

Eintritt frei