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Aktuelles >> Veranstaltungen >> Wenn die Kirchenbücher nicht mehr weiterhelfen …

Wenn die Kirchenbücher nicht mehr weiterhelfen …

Seminartag Familien- und Ortsgeschichtsforschung in Hohenlohe.

1.4.2017, 9.00–17.00 Uhr

Hohenlohe-Zentralarchiv im Schloss Neuenstein

Abbildung: Bauernkalender des Jahres 1805

Jeder Familienforscher kennt und fürchtet ihn: den toten Punkt. Über viele Generationen lässt sich die Herkunftsgeschichte eines Familienzweiges durch Kirchenbücher lückenlos rekonstruieren, bis plötzlich ein „Neigschmeckter“ unter der Vorfahrenschaft auftaucht. „Aus dem Württembergischen“ hat der Pfarrer vor zwei, drei Jahrhunderten neben den Heiratseintrag gekritzelt. Oder einfach: „ein fremder Schneidergesell“. Oder gar nichts. Da ist er dann, der tote Punkt. Oder gibt es in solchen Fällen doch noch eine Chance, ihn wiederzubeleben und die Familiengeschichte fortzuschreiben?

Solchen und ähnlichen Härtefällen der Genealogie nimmt sich der Seminartag „Wenn die Kirchenbücher nicht mehr weiterhelfen“ am 1. April 2017 im Hohenlohe-Zentralarchiv in Neuenstein an. Drei kompetente und praxiserprobte Referenten beleuchten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.

Friedrich R. Wollmershäuser behandelt die Zuwanderung aus fremden Territorien und zeigt auf, mithilfe welcher Quellen es doch noch möglich sein kann, den Herkunftsort eines zugezogenen Urahnen herauszufinden und die Spur dort wieder aufzunehmen.

Wenn keine Kirchenbücher vorliegen, müssen andere Methoden zum Einsatz kommen. Dr. Ulrich Schludi vom Hohenlohe-Zentralarchiv wendet sich verschiedenen Formen der Bevölkerungserhebung vom 15.-19. Jahrhundert zu, in deren Rahmen die Untertanen in Namenslisten erfasst wurde.

Zum Schluss des Seminartags zeigt Jan Wiechert, ebenfalls HZAN, Möglichkeiten auf, etwas Fleisch und Leben an den kahlen Stammbaum zu bringen und genauere Informationen über das Leben der eigenen Vorfahren zu finden. Als besonders lebensnahe Quellengattung zieht er die Konsistorialakten heran, die sich mit Themen wie Unzucht, Ehestreitigkeiten und ähnlichen Widrigkeiten des Intimlebens im 17. und 18. Jh. beschäftigen. Und was könnte eine Ahnentafel schon mehr zieren, als ein rechtschaffener Lump?


Anmeldung und Veranstaltungsort: Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein
(Telefon: 07942/94780–0; E-Mail: hzaneuenstein@la-bw.de)
Referenten: Dr. Ulrich Schludi, Jan Wiechert, Friedrich R. Wollmershäuser
Kursgebühr: 20 €