Landeswappen Baden-Württemberg

Aktuelle Hinweise

Ausstellungen

Veranstaltungen

Presse/Berichte

Neue Publikationen

Laufende Projekte

Nachrichtenarchiv

Unser Selbstverständnis

Landesarchiv

Aufgaben und Dienstleistungen

Rechtsgrundlagen

Organisation

Ansprechpartner/innen

Projekte

Jahresberichte

Publikationen

Ausbildung und Praktika

Vergabeverfahren

Stellenausschreibungen

Präsentationen und Inventare

Landeskunde entdecken online (LEO-BW)

Württembergisches Urkundenbuch Online

Auswanderung aus Südwestdeutschland

Klöster in Baden-Württemberg

Landesforschung und Landesbeschreibung

Angebote für Schulen und Gruppen

Mitmachprojekte des Landesarchivs

Aktenaussonderung

Elektronische Systeme

Historischer Wert

Ihr Landesarchiv

Ansprechpartner im Archiv

Übergabeverzeichnisse

Wie nutzen Sie das Landesarchiv?

An welche Archivabteilung können Sie sich wenden?

Recherche & Bestellung

Mein Konto

Recherchehilfen & Dienstbibliotheken

Öffnungszeiten

Rechtsgrundlagen und Formulare

Kopien und Reproduktionen

Recherche & Bestellung >> Rechercheführer >> Provenienzforschung im Generallandesarchiv Karlsruhe >> Hinweise auf möglicherweise anspruchsberechtigte Personen

Hinweise auf möglicherweise anspruchsberechtigte Personen

Die Recherche nach Personen, die einen NS-verfolgungsbedingt entzogenen Gegenstand aktuell zurückerhalten können, setzt eine eindeutige Zuordnung des fraglichen Objekts zu der vom NS-Kunstraub betroffenen Voreigentümerin bzw. dem Voreigentümer voraus. Aufgrund des erheblichen zeitlichen Abstands zu den Vorgängen des NS-Kunstraubs und etwaiger Bemühungen um ‚Wiedergutmachung‘ hilft die vorhandene Überlieferung beim Auffinden der legitimen Eigentümer oder ihrer Nachkommen nur unter Einschränkungen.

Namen der Opfer des NS-Kunstraubs und ihre Wohnorte

Den Unterlagen zur Rückerstattung und "Wiedergutmachung" nach dem Ende des NS-Regimes in den Staatsarchiven (im Generallandesarchiv Karlsruhe insbesondere 276-1 Amtsgericht Mannheim, Schlichter für Wiedergutmachung, 480 Landesamt für die Wiedergutmachung, Einzelfallakten, 508 Zugang 1968-23 Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Rückerstattung und 508 Zugang 2004-60 Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Rückerstattungsakten) lassen sich die Namen der Betroffenen und Angaben zu ihrem Aufenthaltsort während der Verfahren entnehmen. Gleiches gilt für etwaige Erben soweit die Opfer selbst keinen Antrag auf "Wiedergutmachung" mehr stellen konnten oder falls die Akten Testamente enthalten. Unter Umständen geht aus dieser Überlieferung auch hervor, dass eine Person ausgewandert ist oder ihren Namen geändert hat. Bei den Behörden der Orte, die in den Akten als Aufenthaltsorte der Antragsteller genannt sind, müsste anschließend erfragt werden, ob sie dort noch wohnhaft oder wohin sie verzogen sind.

In den Unterlagen der Kommunen lässt sich den Fragen nachgehen, wo eine Person ihren Wohnsitz hatte, ob sie verheiratet war und – falls diese am Ort geboren wurden oder auch dort lebten – ob sie Kinder hatte. Einschlägig für diese Recherchen ist die Melde- und Personenstandsüberlieferung (Meldeunterlagen, Heirats-, Geburtenregister), die sich sowohl in den Standesämtern der Städte und Gemeinden als auch in den Stadtarchiven finden kann.

Hilfe bei der Suche insbesondere nach Personen im Ausland kann bei unterschiedlichen Stellen gesucht werden, die sich mit der Aufarbeitung der Verbrechen des NS-Regimes beschäftigen: Manchmal unterhalten Stadtarchive Kontakte zu Opfern und deren Nachkommen. Antisemitisch Verfolgte oder ihre Angehörigen stehen möglicherweise in Austausch mit der Conference on Jewish Material Claims against Germany, dem Familiy History Research Department des Leo Baeck Instituts, Yad Vashem oder der Commission for Looted Art in Europe. Unter Umständen können sie einen Kontakt vermitteln.

Parallel zu diesen Recherchen empfiehlt sich eine Meldung des als NS-verfolgungsbedingt entzogen identifizierten Gegenstands bei der Lost-Art-Datenbank und der Objektdatenbank der Commission for Looted Art in Europe.