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Landesarchiv >> Staatsarchiv Ludwigsburg >> Aktuelles der Abteilung >> Ausstellungen >> Verwahrlost und gefährdet? Heimerziehung in Baden-Württemberg 1949—1975

Verwahrlost und gefährdet? Heimerziehung in Baden-Württemberg 1949—1975

Ausstellung im Staatsarchiv Ludwigsburg vom 21. September bis 23. November 2016

21.9.-23.11.2016

Staatsarchiv Ludwigsburg

Landeskirchliches Archiv Stuttgart, Fotosammlung, U 180 
Kindergruppe beim Spielen im Heim in Mistlau in Kirchberg an der Jagst um 1950.
Kindergruppe beim Spielen im Heim in Mistlau in Kirchberg an der Jagst um 1950 (Vorlage: Landeskirchliches Archiv Stuttgart, Fotosammlung U 180)

Einmal Heimkind — immer Heimkind? Dieser Frage geht das Landesarchiv Baden–Württemberg seit Sommer 2015 in der Wanderausstellung "Heimerziehung in Baden–Württemberg 1949—1975" nach.

Die Ausstellung bietet einen Einblick, wie der Alltag in vielen Kinderheimen aussah — vielseitiges Bildmaterial und Dokumente wie Speisepläne, Aktenauszüge und Briefe geben Aufschluss darüber. Zeitzeugenberichte bereichern die Darstellung um die Perspektive der Betroffenen und geben tiefe Einblicke in die Gefühlswelten der ehemaligen Heimkinder. Die psychische und körperliche Gewalt, die vielfach an der Tagesordnung stand, wird ebenso thematisiert wie die oft nur kurzen Momente des Glücks.

Das System der Heimerziehung und die Rolle der Jugendämter beim Prozess der Heimeinweisung werden ebenso wie die Aufsicht und Kontrolle der Träger und Einrichtungen beschrieben. Zudem werden die rechtlichen Aspekte des Themas diskutiert. Wie verlief die Verfolgung von Straftaten, die in Heimen begangen wurden? Welche Möglichkeiten boten sich den Zöglingen zur Beschwerde oder Anzeige? Welche Probleme ergeben sich heute dabei, den Betroffenen „gerecht“ zu werden, die häufig noch in der Gegenwart unter den Folgen der Heimerziehung leiden?

Szene aus „Weichenstellung: Lebensprägung Heim“, Markus Ziegler/Christian Bäucker
Strenger Zeitplan für die Zöglinge im Kinderheim Kleinglattbach (Vorlage: Landeskirchliches Archiv Stuttgart, Fotosammlung U 127)

Neben der Vorstellung von verschiedenen Initiativen zur Aufarbeitung der Geschichte der Heimerziehung, erfolgt zudem ein knapper Ausblick in die heutige Heimlandschaft und Jugendhilfe, um aufzuzeigen, welche Konsequenzen aus den damaligen Geschehnissen gezogen wurden.

Zeitgleich zur Ausstellungseröffnung erschien eine Begleitpublikation mit Aufsätzen, Zeitzeugenberichten und Abbildungen zum Thema Heimerziehung (Inhaltsverzeichnis).

Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo–Do 9–16.30 Uhr, Fr 9–15.30 Uhr, Sa, So und Feiertag geschlossen

Sonderöffnung: Sonntag, 13. und 20. November, 14-17 Uhr

Eröffnung:
Dienstag, 20.9.2016, 19 Uhr, mit einem Vortrag von Inga Bing–von Häfen

Anmeldung zu Führungen: 07141/64854–6310

Der Eintritt ist frei.

Begleitveranstaltung: "Verloren im Niemandsland"
Lesung mit Clemens Maria Heymkind, am 4.10.2016, 19.00–21.00 Uhr

Mit Hinweisen und Fragen können Sie sich wenden an:
Nora Wohlfarth M.A.
Telefonisch erreichbar Mo.–Do. 13.00–15.00 Uhr: 0711/212-4241