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Aktuelles >> Ausstellungen >> Der Wunschlose - Prinz Max von Baden und seine Welt

Der Wunschlose - Prinz Max von Baden und seine Welt

Das Generallandesarchiv Karlsruhe präsentiert vom 16. Juni bis 6. November 2016 die Ausstellung Der Wunschlose — Prinz Max von Baden und seine Welt. Die Schau basiert auf der Korrespondenz des Prinzen Max, die das Haus Baden 2014 in das Großherzogliche Familienarchiv im Generallandesarchiv überführt hat. Die Ausstellung erschließt mit zum Teil bislang unbekannten Fotos und Dokumenten, Plakaten, Gemälden und Plastiken die Welt des Prinzen und eine Welt des Umbruchs von der Monarchie zur Republik.

16.6. - 6.11.2016

Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe

Plakat zur Ausstellung Prinz Max von Baden GLA

Der Wunschlose war ein Deckname des Prinzen Max von Baden, bevor er im Oktober 1918 zum Reichskanzler ernannt wurde. Seit Sommer 1917 beriet er sich mit Freunden über die Möglichkeiten einer Kanzlerschaft. Wegen der Zensur wurden alle Namen in den Kabinettslisten chiffriert, auch die Namen Dritter, etwa des Kaisers (der Verwandte) oder Erich Ludendorffs (der Onkel). Der Wunschlose rangierte dabei manchmal als Kanzler, manchmal nur als Berater. War Prinz Max wirklich wunschlos, ohne Ehrgeiz, oder sah er sich als letzten Retter im Untergang?

Der Prinz zog viele Projektionen auf sich, seine Gesprächspartner reichten von ganz rechts bis in die linke Mitte. Die Zeitgenossen wie die Historiker sahen in ihm den noblen Fürsten und humanen Helfer der Kriegsgefangenen, den selbstlosen Diplomaten, den versteiften Monarchisten, den Entscheidungsschwachen, den Verräter am Kaiser wie den Verräter am politischen Fortschritt. Die Ausstellung gruppiert ebenso viele Gesichter um ihn herum: Zusammengenommen lassen sie ahnen, in welchem Makrokosmos politischer Hoffnungen sich der Prinz bewegte. Wir lassen ihn sich spiegeln in der Welt, die ihn umgab, um beides — den Prinzen und seine Welt — besser zu verstehen.

Die Ausstellung zeigt Porträts, Gegenstände, Fotos und Schriften aus der Welt des Prinzen Max. Die Exponate stammen aus den Sammlungen des Hauses Baden, weiterer Museen und privater Leihgeber, vor allem aber aus dem umfangreichen Nachlass des Prinzen. Der Nachlass wurde seit dessen Tod 1929 auf Schloss Salem aufbewahrt. Als Leihgabe des Hauses Baden 2014 dem Landesarchiv Baden–Württemberg übergeben und mit Hilfe der Stiftung Kulturgut Baden–Württemberg neu inventarisiert, wird er künftig als Teil des Großherzoglichen Familienarchivs im Generallandesarchiv Karlsruhe verwahrt.

Die Ausstellung eröffnet ein neues Kapitel für die wissenschaftliche Forschung. Die Geschichte des Kaiserreichs in seiner Spätzeit, des militärischen und politischen Zusammenbruchs 1918, der ersten Gehversuche der Republik wird dadurch nicht umgeschrieben werden müssen – aber sie wird facettenreicher. Geschichte — auch die Katastrophe des Ersten Weltkriegs — wird von Menschen gemacht. Die Ausstellung zeigt eine Überlieferung, die näher an diese Menschen heranführt.

Zur Ausstellung ist ein Inventar zu den Nachlässen des Prinzen Max von Baden und der Großherzogin Luise von Baden online verfügbar. So gelangen Sie zum Nachlass von Prinz von Baden und von Großherzogin Luise von Baden.


Ergänzend zur Ausstellung finden vier Vorträge statt:

Donnerstag, 7. Juli 2016, 18 Uhr

Professor Dr. GERHARD HIRSCHFELD, Universität Stuttgart

Der Prinz und der "Große Krieg". Max von Baden im Weltkrieg 1914 – 1918

Donnerstag, 21. Juli 2016, 18 Uhr

Dr. HARALD HAURY, Bayerische Akademie der Wissenschaften, München

Johannes Müller. Schlossherr, Lebensberater, Seelenführer – nicht nur des Prinzen Max von Baden

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 18 Uhr

Dr. PHILIPP STIASNY, Filmmuseum Potsdam

Trophäen, Abenteurer, arme Schlucker. Kriegsgefangene und Verschollene im Film 1914 – 1918

Einige Dokumentarfilme aus diesem Vortrag und weitere zeitgenössische Filmquellen zum Thema Kriegsgefangene zeigt auch die Medienstation in der Ausstellung.

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 18 Uhr

Dr. ROLF HOSFELD, Lepsius-Haus Potsdam

Johannes Lepsius - Warner, Pazifist. Eine Ausnahme im Krieg

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Vor den Vorträgen findet jeweils um 17 Uhr eine öffentliche Kuratorenführung durch die Ausstellung statt.


Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation:

Der Wunschlose. Prinz Max von Baden und seine Welt, hg. v. Konrad Krimm, Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer 2016, 232 Seiten. Gebunden. ISBN 978–3–17–031764–2. Preis: 24 €.


Informationen

Öffnungszeiten:

Di – Do 8.30 – 17.30 Uhr

Fr 8.30 – 19 Uhr

So 13 – 17.30 Uhr

Mo und Sa geschlossen

An Allerheiligen (1.11.) geschlossen

Eintritt frei

Führungen nach Vereinbarung