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Recherche & Bestellung >> Rechercheführer >> Quellen zur Reformation >> Die Kurpfalz

Die Kurpfalz

Die Kurpfalz hatte im Zuge der Reformation eine bewegte Geschichte. 1546 begann Fridrich II, die Reformation in der Kurpfalz einzuführen. 1556 war die Reformation nach lutherischem Vorbild vollzogen. 1563 wechselte die Kurpfalz zum Calvinismus, um 1576 wieder zum Luthertum zurückzukehren. 1583 setzte sich der Calvinismus endgültig durch.

Für die Kurpfalz sind die herrschaftlichen Unterlagen zur Reformationszeit im Generallandesarchiv Karlsruhe in den Beständen 77 Pfalz Generalia zu finden. Auch die Bestände 61 Protokolle, 62 Rechnungen, 63 Kompetenzbücher, 64 Anniversarienbücher sowie 67 Kopialbücher enthalten zahlreiche wichtige Unterlagen. Die Unterlagen der kurpfälzischen Herrscher finden Sie im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München.

Die tatsächliche Durchsetzung der Reformation lässt sich am besten aus den erhaltenen Visitationsakten ablesen. Eine gute Übersicht über die vorhandenen Visitationsakten bietet das Repertorium der Kirchenvisitationsakten aus dem 16. und 17. Jahrhundert in Archiven der Bundesrepublik Deutschland, hrsg. von Ernst Walter Zeeden. Die Visitationsakten selbst finden Sie, wenn Sie in das allgemeine Suchfeld der Online-Datenbank den Begriff „Visitation“ eingeben und den Suchbereich auf das Generallandesarchiv Karlsruhe eingrenzen.

Stärker noch als bei den anderen Archivabteilungen ist für das Generallandesarchiv anzumerken, dass sich einschlägiges Material aufgrund der besonderen Beständestruktur zudem in nahezu allen Altbeständen befindet (Bestände 1-229).