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Mary von Martens
HStAS J 56 Bü. 47: Wachsportrait Mary von Martens geb. Doran (1711-1789); farbiges Wachs im verglasten und vergoldeten Holzrahmen, Größe: 33 x 29 cm

Dargestellt sind als dreidimensionale Portraits Conrad von Martens und seine Frau Mary von Martens geb. Doran.

Conrad von Martens (geb. 16.1.1704 - gest. 16.8.1785) hatte ein sehr bewegtes Leben, in dem er an vielen Orten lebte und zahlreiche Funktionen innehatte. Geboren wurde er in Hamburg als Sohn einer begüterten Kaufmannsfamilie. In deren Auftrag ging er als junger Mann nach London und vertrat dort das Handelshaus der Familie. Dort lernte er seine spätere Frau Mary Doran kennen. Seit 1739 ließ sich Conrad als Bankier und Kaufmann in Venedig nieder und heiratete hier im gleichen Jahr seine Frau Mary. Als weitere Aufgabe hatte er seit 1752 auch das Amt des dänischen Generalkonsuls für Venedig inne. Das Ehepaar lebte bis zu ihrem Tod in Venetien. In den 1740er Jahren erwarb Conrad von Martens am Brenta-Kanal bei Mira eine Villa, die als Stammhaus der vielköpfigen Familie von Martens bezeichnet wurde. Insgesamt hatte das Ehepaar drei Söhne und drei Töchter. Der zweitälteste Sohn Wilhelm Conrad von Martens war durch seine Heirat mit Maria Elisabeth von König und seine zweite Ehe mit Margarete Mariane Luise von Scheeler das Bindeglied nach Württemberg, wo drei seiner Söhne ihre Ausbildung an der Hohen Karlsschule bzw. Militärakademie erhielten, um danach in den württembergischen Militärdienst zu treten. Sie dienten während der Napoleonischen Kriege und beschrieben in ihren illustrierten Tagebüchern auch den Russlandfeldzug im Jahr 1812. Über die Urenkel von Conrad von Martens kam das Familienarchiv in die Magazine des Hauptstaatsarchivs (Bestand J 56). Dieses Archiv kann als einer der grafisch interessantesten Bestände im Hauptstaatsarchiv angesehen werden, dessen Bilder auch online abgerufen werden können.

Ans Licht geholt: Zwei Wachsportraits der Familie von Martens

12.4.2016

Es lohnt sich für ein Archiv immer, im Internet mit seinen Beständen präsent zu sein und seine Findmittel weltweit zur Recherche zur Verfügung zu stellen. Zwei in Norddeutschland beheimatete Familien, die Nachkommen der Familie von Martens sind, entdeckten das Hauptstaatsarchiv Stuttgart als Verwahrort des Familienarchivs von Martens (Bestand J 56). Deshalb erhielt das Hauptstaatsarchiv das Angebot neben weiteren Tagebüchern und Bildbänden zwei äußerst seltene und wertvolle dreidimensionale Wachsportraits von Mitgliedern der Familie von Martens in den Bestand zu übernehmen, auf Dauer aufzubewahren und der Nutzung zur Verfügung zu stellen. In diesem Familienarchiv werden bereits viele Tagebücher, Aquarelle, Lithografien und Zeichnungen von Mitgliedern der Familie verwahrt.

Die beiden Wachsportraits stammen wohl aus Norditalien, möglicherweis aus Venetien, und wurden wahrscheinlich um 1760 gefertigt.

Conrad von Martens
HStAS J 56 Bü. 48: Wachsportrait Conrad von Martens (1704-1785); farbiges Wachs im verglasten und vergoldeten Holzrahmen, Größe: 33 x 29 cm