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III.4 Die Beschwerden von Metzingen

III.4 Die Beschwerden von Metzingen

Die Beschwerden von Metzingen
Ausfertigung (Papier), 1514 o.T. [Juni], Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 413 Bü 57 a
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Unter dem Druck der aufrührerischen Bauern hatte Herzog Ulrich nicht nur schnell seine neuen Steuern zurückgenommen, sondern endlich einen Landtag angekündigt, wo auch die Vertreter der Landgemeinden gehört werden sollten. Zur Vorbereitung des auf Ende Juni 1514 nach Stuttgart einberufenen Landtags sollten die Gemeinden ihre Beschwerden gegenüber der Landesverwaltung sammeln, die dann zusammengeführt und auf dem Landtag verhandelt werden sollten. Allein aus dem Amt Urach sind 19 Beschwerdehefte mit rund 260 einzelnen Beschwerdepunkten erhalten.
Die Beschwerden von Metzingen stehen beispielhaft dafür und betonen zunächst den großen Wildschaden, der die Ernte an Korn und Wein verderbe. Auch sollte das Äckerich, die Waldweide für die Schweine, wieder frei sein, wie in den Nachbargemeinden, und nicht vom Forstmeister gepachtet werden müssen. Und wenn von den Hunden, die man für die Herrschaft halten müsse, einer verloren gehe, würde man auch vom Forstmeister dafür belangt. Schließlich hätte man früher auch Vögel schießen oder junge Vögel aus den Nestern holen können, was jetzt vom Forstmeister bei einer Geldstrafe verboten sei.

Durchluchtiger, Hochgeborner Fürst, gnediger herre, V[wer] f[ürstlichen] g[naden] Bitten wir armen, mit undertäniger erbietung, diß vnnser Supplicacion gnediglich zu vernemen […]

Nemlich des ersten, des willden gewillds, das vnns ain verderplichen, onlidennlichen großen schaden thůt tag vnd nacht an vnnsern früchten, win vnd korn, och waz der armmann nießen vnd leben sol, vnd geet vnns mit der nachthut großen costen daruff.
Zum anndern haben wir die beschwerd, des äckers halb, daz wir armen vnnsere aigne weld Selle vnd müsse vmb den vorstmayster beston, daz doch ettlich vnnsere nachpuren nit thund, Namllich tettingen, Eningen, pfullingen vnnd ettlich mer.
Zum dritten So wir armen v[wer] f[ürstlichen] g[naden] hund ziechen, die vnns von [!] vorstmayster geben werden, wo dan ain arman ain hund verliret oder Im gestolen, wurt der arman vom vorstmayster vmbtriben vnd von ettlichen daz gebott genomen worden. […]
Zum Sybennden vnd letzten So ist allwegen von alter gewest, daz ain armman hat terffen ain wilden vogel schießen, och Jung vogel von dem nest niemen, daz unns och vom vorstmayster an ain guldin, wer das thůt, verbotten worden. […]

V[wer] f[ürstlichen] g[naden] gehorsamen Vndertärnigen Libsverwanndten, gericht vnd gemaynde z Metzingen