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Landesamt für Geoinformation und Landesarchiv verabschieden Konzept zur Archivierung von Geobasisdaten

9.12.2013

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) und das Landesarchiv Baden-Württemberg haben ein Konzept zur Archivierung von Geobasisdaten der Landesvermessung und des Liegenschaftskatasters erarbeitet. Die Umsetzung dieses Konzepts sichert die Ergebnisse der Landesvermessung von ihren Ursprüngen im 19. Jahrhundert bis heute. Da inzwischen alle kartographischen Geodaten Baden-Württembergs in digitalen Systemen vorgehalten werden, wird auch deren Überleben in digitaler Form gesichert.

Das LGL überlässt die langfristige Archivierung den Spezialisten des Landesarchivs für alle Geodaten, die älter als zehn Jahre sind und einen bleibenden Wert als historische Quellen haben. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Flurkarten und Gemarkungsatlanten des 19. Jahrhunderts, die in einer Kooperation von Landesarchiv und LGL digitalisiert und im Internet verfügbar gemacht werden. Dabei legten die Partner gleichermaßen Wert darauf, die Möglichkeiten der heutigen digitalen Aufzeichnungen zu erhalten: "Das Liegenschaftskataster des Jahres 2009 ist eine prall gefüllte Datenbank und wir stellen sicher, dass es auch noch im Jahr 2099 als Datenbank auswertbar bleibt", so Projektbearbeiter Kai Naumann vom Landesarchiv.

Digitale Aufzeichnungen haben in der Landesverwaltung Baden-Württembergs mittlerweile bereits eine Bedeutung erlangt, die der Papierakte gleichkommt. Ob elektronisches Grundbuch, gescannte Gerichtsakten, E-Mails oder Datenbanken: immer mehr Informationen bestehen nur noch aus digitalen Daten. Das Landesarchiv stellt sich seit 2002 dieser Herausforderung, indem es digitale Daten aller Art in seine Obhut nimmt und ihr Überleben als historische Quelle sichert. Es stellt zudem über seine Katalogsysteme einen schnellen Zugriff auf solche Aufzeichnungen sicher.

Durch das Projekt ergeben sich für das LGL und das Landesarchiv gegenseitige Synergien. Der Präsident des LGL Hansjörg Schönherr sieht in dem Projekt auch einen Beitrag für den bewussten Umgang mit Ressourcen. "Die vom LGL aufwändig erhobenen Geodaten bleiben über den Zeitraum ihrer Aktualität hinaus für andere und insbesondere uns selbst jederzeit abrufbar." Mit den Diensten des Landesarchivs im Rücken kann das LGL sich umso konzentrierter seinen eigentlichen Aufgaben widmen und insbesondere für eine höhere Aktualität der verfügbaren Geodaten sorgen.

"Für uns steht der Wert für interessierte Laien, die landeskundliche Forschung und viele andere Wissenschaftszweige im Vordergrund", so der Präsident des Landesarchivs Robert Kretzschmar. Zu denken ist hier an Architektur, Landschaftsplanung, Denkmalpflege oder die Medienbranche. "Wir sind mit historischen Landkarten besonders aufmerksam umgegangen. Entsprechend werden wir nun auch mit historisch relevanten Geodaten umgehen." Festzustellen ist schlussendlich, dass mit diesem Projekt erstmals in Baden-Württemberg eine konsequente Gesamtschau auf papierene und digitale Inhalte eines Verwaltungszweigs geschaffen wurde.

Der Abschlussbericht des Projekts ist hier verfügbar.