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Landeskunde & Bildung >> Präsentationen und Inventare >> Mittelalter und Frühe Neuzeit (bis ca. 1803/06) >> Archivale des Monats Mai 2012

Archivale des Monats Mai 2012

Das staufische Dreilöwenwappen — Vorbild für das Landeswappen Baden–Württembergs

Siegel des Herzogs Heinrich von Schwaben, 1220 (Staatsarchiv Sigmaringen FAS DS 39 T 1-3 U 6)
Siegel des Herzogs Heinrich von Schwaben, 1220 (Staatsarchiv Sigmaringen FAS DS 39 T 1-3 U 6)

Der 25. April 1952 ist der Gründungstag des Südweststaates. Erst ein Jahr später erhielt das neue Bundesland nach langen Diskussionen den Namen Baden–Württemberg und gar erst am 3. Mai 1954 ein Wappen: "Das Wappen des Landes Baden–Württemberg zeigt im goldenen Schild drei schreitende schwarze Löwen mit roten Zungen."

Man griff damit bewusst auf das Wappen des staufischen Herzogtums Schwaben zurück. Einer der ältesten Belege für dieses Wappen findet sich auf einem Siegel an einer Urkunde aus dem Jahr 1220, mit der Herzog Heinrich von Schwaben dem Kloster Wald den Inhalt einer Urkunde bestätigte, die sein Vater König Friedrich II. 1216 für das Kloster ausgestellt hatte. Heinrichs Urkunde ist ebenfalls in das Jahr 1216 datiert, doch handelt es sich dabei um eine Rückdatierung: Heinrich wird darin auch als Rektor von Burgund bezeichnet und diesen Titel führte er nachweislich erst 1220.

Das Siegel mit einem Durchmesser von 7 cm ist ein sogenanntes Reitersiegel: Dargestellt ist ein Ritter mit Helm und Kettenhemd auf einem galoppierenden Pferd. Der Schild, den er an seinem linken Arm trägt, zeigt ebenso wie die dreilatzige Fahne in seiner Rechten drei Löwen. Die lateinische Umschrift des Siegels weist den Ritter als Heinrich Herzog von Schwaben aus (der 1220 erst neun Jahre alt war).

Im Unterschied zu den späteren Wappendarstellungen des Herzogtums Schwaben schauen die Löwen auf dem Schild und auf der Fahne nicht geradeaus, sondern den Betrachter an. Die Wappenkundler sprechen in diesem Fall nicht von Löwen, sondern von Leoparden.

Mit Friedrichs II. Enkel Konradin, der 1268 auf dem Schafott in Neapel hingerichtet wurde, hörte das Herzogtum Schwaben auf zu bestehen. Versuche der Habsburger, es wiederzubeleben, scheiterten. Die drei Löwen wurden im 16. Jahrhundert in das Wappen des Schwäbischen Kreises aufgenommen, im 19. Jahrhundert wurden sie Bestandteil des Wappens des Königreichs Württemberg.

Ein Archivale aus dem Landesarchiv Baden–Württemberg, Staatsarchiv Sigmaringen.