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Aktuelles >> Neue Publikationen >> Leonardo da Vinci und Heinrich Schickhardt

Leonardo da Vinci und Heinrich Schickhardt

Zum Transfer technischen Wissens im vormodernen Europa

Leonardo da Vinci and Heinrich Schickhardt - On the Circulation of Technical Knowledge in Early Modern Europe

Publikation: Leonardo da Vinci und Heinrich Schickhardt - Zum Transfer technischen Wissens im vormodernen Europa

Zum bekannten württembergischen Baumeister Heinrich Schickhardt (1558–1631) fehlte es seit Langem an Untersuchungen, in denen aus technikhistorischer Perspektive sein Wirken als Ingenieur im Zentrum steht. Auch war von der Forschung wiederholt festgestellt worden, dass seine Aktivitäten einmal stärker im europäischen Vergleich betrachtet werden sollten.

Um diese Lücken zumindest etwas zu schließen, fand anlässlich des 450. Geburtstags von Heinrich Schickhardt 2008 in Stuttgart und Herrenberg ein zweitägige Tagung statt, deren Beiträge hier im Druck vorgelegt werden. Als Veranstalter hatten sich dazu das Landesarchiv Baden–Württemberg Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, das Institut für Geschichtliche Landeskunde der Universität Tübingen, das Museo Leonardiano in Vinci, das Italienische Kulturinstitut in Stuttgart, die Stadt Herrenberg mit dem Kulturkreis Herrenberg und der Verein Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt zusammengefunden.

Der Ausgangspunkt für diese Tagung war eine kleine gemeinsame Ausstellung des Hauptstaatsarchivs und des Museo Leonardiano, in der die Technik Leonardos vergleichend neben die Heinrich Schickhardts gestellt wurde. Auch im Mittelpunkt der Tagung standen die beiden großen Techniker: einmal weil der Sohn Herrenbergs immer wieder – weniger oder mehr spielerisch – als schwäbischer Leonardo bezeichnet wird, vor allem aber weil die Forschung eben seit Langem erkannt hat, dass sein Wirken und Werk im Horizont der europäischen Architektur- und Technikgeschichte gewürdigt werden muss. Das Programm verfolgte so das Ziel, durch den Vergleich mit Leonardo da Vinci den Ingenieur Heinrich Schickhardt in einen erweiterten Kontext zu stellen, um sein Wirken technikgeschichtlich besser einordnen zu können.

Zwei Tage haben sich die Teilnehmer mit der Technik und der Verbreitung technischen Wissens im vormodernen Europa befasst. In Stuttgart stand am ersten Tag der europäische Kontext im Vordergrund, der ausgehend von Leonardo gespannt wurde. In Herrenberg wurde am zweiten Tag dann der Blick auf Heinrich Schickhardt und sein Werk fokussiert. Wie sehr sich Schickhardt auf dem technischen Niveau seiner Zeit bewegte, dass er Lösungen und Verfahren anderer kontinuierlich rezipierte und durch sein Wirken selbst zur Verbreitung technischen Wissens beitrug, wurde dabei deutlich. Die Tagung hat so die Augen dafür geöffnet, dass Schickhardt als Techniker von europäischem Format zu sehen ist, der für Württemberg ein Kapitel praxisbezogenen Technologietransfers bedeutete. Und insgesamt wurde auf der Tagung an vielen Beispielen greifbar, wie sich technisches Wissen im vormodernen Europa verbreitet hat und welche Formen bei der Darstellung von Technik gewählt wurden.

Nicht der Techniker, sondern der Künstler Leonardo da Vinci war im öffentlichen Abendvortrag von Armin Schlechter angesprochen, der in den vorliegenden Band – quasi als Bonus – mit aufgenommen worden ist. Schlechter geht darin auf die von ihm entdeckte Bedeutung einer Heidelberger Inkunabel für die Identifizierung der Mona Lisa ein, die kurz vor der Tagung für einiges Aufsehen in der Öffentlichkeit gesorgt hatte.

Die Publikation ist im Buchhandel oder direkt beim Verlag W. Kohlhammer erhältlich.

Herausgegeben von Robert Kretzschmar und Sönke Lorenz
Verlag W. Kohlhammer Stuttgart 2010
328 Seiten mit 168 Abbildungen, fester Einband
ISBN 978-3-17-021748-5
€ 33,—