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Aktuelles >> Ausstellungen >> Gleiche Rechte für alle? 200 Jahre jüdische Religionsgemeinschaft in Baden

Gleiche Rechte für alle? 200 Jahre jüdische Religionsgemeinschaft in Baden

Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg in Mannheim

7.11.–28.11.2010

Jüdisches Gemeindezentrum Mannheim

Amtstracht für badische Rabbiner,
1843
Amtstracht für badische Rabbiner, 1843
(GLA J-L-J Nr. 1)

Einführung

Edikt über die Juden vom 13. Januar 1809
Edikt über die Juden vom 13. Januar 1809

Das Jahr 1809 bildet eine wichtige Zäsur in der Geschichte der Juden in Baden. Das junge Großherzogtum erkannte als erster Staat in Deutschland die jüdische Religionsgemeinschaft auf Dauer an. Der "Oberrat der Israeliten Badens" wurde geschaffen.

Moritz Ellstätter (1827-1905), Rechtsanwalt und Minister
Moritz Ellstätter (1827-1905), Rechtsanwalt und Minister

Die Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg greift das 200-jährige Jubiläum der "Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden" auf und zeichnet in einem großen Bogen die Geschichte der Juden in diesem Raum vom Mittelalter bis in die Gegenwart nach. Innen- und Außensichten wechseln einander ab. Es ist die Rede von angesehenen jüdischen Hoflieferanten, Textilhändlern und Kaufleuten, aber auch von gering geachteten Hausierern und Betteljuden.

Alltag im Lager Gurs
Alltag im Lager Gurs

Im 19. Jahrhundert kämpften die badischen Juden hartnäckig um ihre rechtliche Gleichstellung. Sie debattierten aber auch über neue Formen der jüdischen Liturgie und eine veränderte Gestaltung der Synagogen. Emanzipation, Verstädterung und sozialer Aufstieg waren die Grundlinien der Entwicklung bis in das frühe 20. Jahrhundert. Die Judenfeindschaft zeigte auch im liberalen "Musterländle" unterschiedliche Gesichter.

Jüdische Gemeinde Freiburg, heute
Jüdische Gemeinde Freiburg, heute

Der Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945 setzten die Juden geistigen Widerstand entgegen. Die Deportation der badischen Juden in das Lager Gurs am Fuß der französischen Pyrenäen 1940 war nur der erste Schritt auf dem Leidensweg, der für die meisten in den nationalsozialistischen Todeslagern endete. Nach dem Massenmord in Europa gab es einen bescheidenen Neuanfang jüdischen Lebens. Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion lassen seit 1989 die "Israelitische Religionsgemeinschaft Baden" stark anwachsen, sodass sie heute wieder zehn Gemeinden umfasst.

Die Ausstellung schildert in vielen Facetten die badisch-jüdische Geschichte. Zahlreiche Dokumente und Exponate aus dem In- und Ausland verdeutlichen, welchen Beitrag die jüdische Bevölkerung zur Entwicklung Badens vor allem im 19. Jahrhundert leistete.
Die Ausstellung dokumentiert den langen Kampf um die bürgerliche Gleichstellung dieser religiösen Minderheit – auch und gerade gegen antisemitische Angriffe und Diffamierungen. Die Zerstörung rechtsstaatlicher Ordnungen im Nationalsozialismus, die Verfolgung und Ermordung jüdischer Bürger stellt die Frage nach Verantwortung und Widerstand. Die Schilderung des jüdischen Lebens in der Gegenwart berichtet vom mühsamen "Aufbau nach dem Untergang".


Ausstellungsort
Jüdisches Gemeindezentrum
Mannheim
F 3, Rabbiner–Grünewald–Platz
68159 Mannheim


Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag und Sonntag: 14.00–17.00 Uhr
Samstag geschlossen


Öffentliche Führungen
Mittwoch 17. November 2010, 15.00 Uhr
Vereinbarung von Führungen für Gruppen und Schulklassen: Tel. 0621/153974

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Begleitpublikation
Gleiche Rechte für alle? 200 Jahre jüdische Religionsgemeinschaft in Baden.
Herausgegeben vom Landesarchiv Baden-Württemberg. Bearbeitet von Uri R. Kaufmann zusammen mit Rainer Brüning.
184 Seiten, reich bebildert. Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag 2009.
ISBN 978-3-7995-0826-1. EUR 19,80.

Schülerarbeitsblätter

Hier finden Sie Schülerarbeitsblätter zur Ausstellung: