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Landesarchiv >> Hauptstaatsarchiv Stuttgart >> Angebote für Schulen und Gruppen >> Die Hexenverfolgung in Württemberg

Die Hexenverfolgung in Württemberg

Archivpädagogisches Programm

Hauptstaatsarchiv Stuttgart

Hexenverfolgung

Zauberei und Hexerei waren bis in das 18. Jahrhundert allgegenwärtig. Daher gehörten Verdächtigungen wegen Hexerei zum Alltag der Bevölkerung.

Im Herzogtum Württemberg sind zwischen 1497 und 1750 über 350 Untersuchungen und Gerichtsverfahren gegen Hexen aktenkundig geworden. Von Ermittlungen, Verhaftungen und Anklagen waren weit über 600 Personen betroffen. In diesem Zeitraum sind 197 Hinrichtungen aus den Akten zu erschließen.

Ein bekanntes Beispiel für die Hexenverfolgung ist der Fall der Katharina Kepler, der Mutter von Johannes Kepler, die 1615 aufgrund eines Streites von einer Nachbarin als Hexe bezeichnet wurde. Sie war über ein Jahr gefangen gesetzt, wurde mit der Folter bedroht, aber schließlich aufgrund der Bemühungen ihres Sohnes freigesprochen. Das archivpädagogische Angebot bietet Schülerinnen und Schülern sowohl die Möglichkeit, sich mit Einzelschicksalen aus der Zeit der Hexenverfolgung auseinanderzusetzen, als auch die Aufgaben eines Archivs kennenzulernen.

Das archivpädagogische Programm eignet sich für die Unter-, Mittel- und Oberstufe. Die Dauer des Programmes beträgt ca. 90 Minuten.

Landesarchiv Baden-Württemberg
Hauptstaatsarchiv Stuttgart
Tel.: 0711 - 212 4335
hstastuttgart@la-bw.de