
19.3.-16.5.2010
Archivverbund Main-Tauber, Ausstellungssaal; Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-16:30 Uhr, Sonn- und Feiertag 11:30 bis 16:30 Uhr
Baden und Württemberg haben eine reiche Literatur hervorgebracht, die das Bemühen um die Verbesserung des Weinbaus in den beiden Weinländern widerspiegelt. In der Ausstellung werden herausragende Werke aus den Beständen der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, der Bibliothek des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg und der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe gezeigt: internationale Literatur von den antiken Agrarschriftstellern über mittelalterliche und frühneuzeitliche Werke bis zur regionalen Weinliteratur des 18. und 19. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert waren es in Württemberg u.a. Johann Caspar Schiller (1723-1796), der Vater des Dichters Friedrich Schiller, und der Maulbronner Klosterprofessor Balthasar Sprenger (1724-1791), die sich mit dem Weinbau befassten. Die 1825 gegründete Gesellschaft für die Weinverbesserung in Württemberg mit ihrem ersten Vorstand Karl Gok (1776-1849), dem Halbbruder des Dichters Friedrich Hölderlin, hat den Weinbau des Landes in vieler Hinsicht auch durch Publikationen gefördert. In Baden haben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Johann Metzger (1789-1852), Lambert von Babo (1790-1862) und Philipp Bronner (1792-1864) bedeutende önologische Schriften verfasst, insbesondere auf dem Gebiet der Rebsortenkunde und der Beschreibung der deutschen Weinbauregionen. Adolph Blankenhorn (1843-1906) machte es sich zur Lebensaufgabe, den Rebanbau und die Kellerwirtschaft mit Gelehrten und Praktikern aus aller Welt auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Theodor Heuss (1884-1963), erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, schrieb die erste Doktorarbeit, die den württembergischen Weinbau und seine Geschichte thematisiert. Die Ausstellung wird ergänzt von Archivalien des Archivverbunds Main-Tauber, die den Weinbau im Main-Tauber-Gebiet beleuchten. Kuratorin der Ausstellung: Dr. Isolde Döbele-Carlesso M.A., Brackenheim Den ausführlichen Ausstellungsflyer können Sie hier herunterladen: |