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Landesarchiv >> Staatsarchiv Sigmaringen >> Digitale Präsentationen >> Historische Ortsansichten im Staatsarchiv Sigmaringen >> Historische Ortsansichten: Gammertingen (Landkreis Sigmaringen), Ansicht von 1717

Historische Ortsansichten: Gammertingen (Landkreis Sigmaringen), Ansicht von 1717

Ausschnitt aus der Hohenzollern–Hechingischen Landkarte (Signatur: Staatsarchiv Sigmaringen K I Z/2 Bl. 1); Kartograf: Johann Ulrich Stierlin, Zeugwart und Feldmesser auf Hohentübingen (1660 –nach 1717)

Staatsarchiv Sigmaringen

Ausschnitt aus der Hohenzollern-Hechingischen Landkarte (Signatur: Staatsarchiv Sigmaringen K I Z/2 Bl. 1); Kartograf: Johann Ulrich Stierlin, Zeugwart und Feldmesser auf Hohentübingen (1660 –nach 1717)

 

 

Geschichtlicher Hintergrund

Gammertingen wird im Jahr 1101 erstmals erwähnt. Mitte des 13. Jahrhunderts gelangten die Grafen von Veringen in den Besitz des Ortes. Sie gründeten neben der dörflichen Siedlung eine neue Stadt. Nach mehrfachem Besitzwechsel erwarben die Herren Speth von Zwiefalten 1524 die Herrschaftsrechte. Im Zuge der Mediatisierung ging die Landeshoheit 1806 an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen über. Bis 1925 war Gammertingen Sitz eines eigenen Amtes bzw. Oberamtes. Seither gehört es zum Landkreis Sigmaringen.

 


Besonderheiten

Johann Ulrich Stierlin bereiste im Sommer 1716 das Fürstentum Hohenzollern-Hechingen, um es im Auftrag des Fürsten Friedrich Wilhelm zu kartieren. Nach dem Auffinden einer älteren Karte in Hechingen überarbeitete Stierlin sein bereits fertig gestelltes Werk. Im Januar 1717 übergab er eine neue Version, auf der die abgebildete Ortsansicht eingezeichnet ist.

Die Ansicht zeigt Gammertingen von Norden. Der Kartograf bemühte sich, die Charakteristika des Stadtbildes wiederzugeben. Rechts der Lauchert ist die mittelalterliche Stadtanlage mit dem oberen Stadttor in Richtung Trochtelfingen dargestellt. Das von den Grafen von Veringen direkt an der Lauchertbrücke erbaute Schloss überragt die Stadt. Am anderen Ende der Brücke steht die katholische Pfarrkirche St. Leodegar in der Vorstadt. Links vorne im Bild erkennt man die bereits im 15. Jahrhundert erwähnte Schollenkapelle.

Der Galgen darüber verdeutlicht, dass die Stadt die Blutgerichtsbarkeit im Namen des Stadtherren ausübte.

Die gleichmäßigen Baumbilder der Waldzeichnung druckte Stierlin mit Hilfe eines Stempels auf die Karte. Mit der Anwendung dieser kartografischen Reproduktionstechnik war er seiner Zeit weit voraus.

 

 

Literatur