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Landesarchiv >> Ausbildung und Praktika >> Ausbildung zum höheren Archivdienst in Baden-Württemberg

Ausbildung zum höheren Archivdienst in Baden-Württemberg

Ausbildungs- und Prüfungsordnung

Die Ausbildung für den höheren Archivdienst ist durch die Verordnung des Wissenschaftsministeriums über die Ausbildung und Prüfung für den höheren Archivdienst (Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den höheren Archivdienst - APrOArch hD) vom 21. November 2014 geregelt worden.

Ausbildungsbehörde für Baden-Württemberg ist das Landesarchiv Baden-Württemberg, Eugenstraße 7 in 70182 Stuttgart, E-Mail: landesarchiv@la-bw.de.

Vorbereitungsdienst

Ziel des Vorbereitungsdienstes ist es, Archivarinnen und Archivare mit vielseitigen beruflichen und sozialen Handlungskompetenzen auszubilden.

Der Vorbereitungsdienst soll die Fähigkeit zur Erfassung und Bewältigung von archivfachlichen Aufgaben ebenso wie die Fähigkeit zum Verständnis für historische, kulturelle, rechtliche, wirtschaftliche und soziale Fragen vermitteln. Darüber hinaus sollen Führungskompetenzen entwickelt werden.

Die Ausbildung wird in folgenden Ausbildungsstellen abgeleistet:

Das Studium an der Archivschule Marburg vermittelt den Referendarinnen und Referendaren die archivwissenschaftlichen Kompetenzen und Methoden; die Ausbildungsphasen in den Archiven vermitteln die berufspraktischen Kompetenzen.

Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst erfolgt unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf mit der Ernennung zur "Archivreferendarin" oder zum "Archivreferendar". Die Archivreferendarinnen und Archivreferendare erhalten während dieser Zeit Anwärterbezüge.

Mit der Einstellung in den Vorbereitungsdienst wird kein Anspruch auf eine spätere Verwendung im öffentlichen Dienst erworben.

Der Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre. Er schließt ab mit der archivarischen Staatsprüfung, der Laufbahnprüfung für den höheren Archivdienst. Mit Bestehen der archivarischen Staatsprüfung wird die Befähigung für den höheren Archivdienst erworben.

Einstellungsvoraussetzungen

In den Vorbereitungsdienst für den höheren Archivdienst kann eingestellt werden, wer

  1. Deutsche oder Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes ist oder die Staatsangehörigkeit
    a) eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder
    b) eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder
    c) eines Drittstaates, dem Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Anspruch auf Anerkennung von Berufsqualifikationen eingeräumt haben,
besitzt,
  1. die Gewähr dafür bietet, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten,
  2. ein Studium in einem für den höheren Archivdienst einschlägigen Fachgebiet an einer Universität oder an einer anderen Hochschule mit einem Mastergrad oder einem gleichwertigen Abschluss abgeschlossen hat,
  3. gesicherte Kenntnisse der lateinischen Sprache besitzt und
  4. gesicherte Kenntnisse (Sprachniveau B1) mindestens einer modernen Fremdsprache nachweist.
Als einschlägige Studiengänge werden vom Landesarchiv Baden-Württemberg derzeit anerkannt: Geschichtswissenschaften, Historische Hilfswissenschaften, Theologie, Politikwissenschaft und Verwaltungswissenschaften.

Andere Studiengänge können anerkannt werden, wenn im Nebenfach Geschichtswissenschaften studiert wurde.

Für die gesicherten Lateinkenntnisse ist der Erwerb des Latinums oder die erfolgreiche Teilnahme an der Klausur Latein II im Rahmen eines universitären Sprachkurses nachzuweisen.

Wir erwarten von den Bewerberinnen und Bewerbern außer den vorgenannten formalen Voraussetzungen

Bewerbungsunterlagen

Folgende Bewerbungsunterlagen sind einzureichen:

Einstellungstermin

Nächster Einstellungstermin für den höheren Archivdienst ist der 1. Mai 2018.

Die Bewerbungsfrist für diese Stellen ist abgelaufen.