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Landesarchiv >> Projekte >> Digitalisierung von Archiv- und Bibliotheksgut >> Mikroverfilmung

Mikroverfilmung

Bei der Anfertigung geeigneter Mikrofilme baut das Projekt auf den Erkenntnissen der Arbeitsgruppe "Digitalisierung" des Unterausschusses "Bestandserhaltung" des Bibliotheksausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf. Danach ist der Mikrofilm hinsichtlich seiner Wirtschaftlichkeit, Haltbarkeit und Wiedergabequalität das geeignetste Speichermedium und damit die effizienteste Alternative zur herkömmlichen Konservierung.

Grundlage für die Verfilmung sind die "Warenkörbe", die sich aus Vertretern verschiedener Gattungen von Archiv- und Bibliotheksgut zusammensetzen. Die rund 150 Stücke des "großen Warenkorbs" wurden bei einem Dienstleister komplett verfilmt, ebenso der komplette "kleine Warenkorb". Die Verfilmung orientiert sich bei der Filmauswahl und -qualität, Aufnahmetechnik sowie Organisation und Aufnahmedokumentation an den Richtlinien der Arbeitsgruppe "Digitalisierung". Da die Verfilmung auch im Hinblick auf eine spätere Digitalisierung vom Film erfolgte, wurde dafür gesorgt, dass jede Filmaufnahme für die Digitalisierung nutzbar ist. Gegenüber einer reinen Sicherungsverfilmung wurde bei den Rollfilmen auf eine gleichmäßige und exakte Positionierung der Objekte für eine eventuelle automatische Seitentrennung geachtet. Die Filmaufnahmen wurden mit einer Kennung in Form einer Titeleinbelichtung versehen, die auf der Numerierung des Warenkorbs basiert. Alle Filme wurden einer Qualitätsprüfung nach DIN unterzogen.

Verfilmung auf 35mm Rollfilm

Die Mehrzahl der Objekte wurde auf unperforierten 35mm Rollfilmen mit Blip-Einbelichtung nach DIN/ISO 1699 bzw. DIN 19057 in den Bildlagen 1A, 1B und 2B verfilmt. Die Verarbeitung der entstandenen Filme erfolgte unter Berücksichtigung der einschlägigen Normen (v.a DIN 6199). Von den 35mm-Aufnahmen wurden pro Vorlage eine Originalaufnahme und drei Duplikate für die Weiterverarbeitung erstellt.

Aus dem "großen Warenkorb" wurden kontrastreiche Vorlagen mit relativ homogener Papier- und Schriftdichte wie Akten, Amtsbücher, Drucke und Telegramme mit einem konventionellen AHU-Mikrofilm für negative S/W- Strichaufnahmen (Agfa Copex HDP13 35mm) aufgenommen. Vorlagen mit Grautönen, z.B. Photographien, Lithographien und Plakate, wurden mit einem Halbtonmikrofilm für positive S/W-Halbtonaufnahmen (Kokak Direct Duplicating 2468 35mm) erfasst. Zwei- bzw. dreidimensionale Farbvorlagen wurden mit einem Farbfilm für positive Color-Aufnahmen (Ilfochrome Micrographic CMP 35mm) aufgenommen. Dies betraf alle Plakate und Wappen bzw. Siegel und Typare. Am Anfang jeder Filmrolle wurde eine standardisierte Farb-Testtafel (Colorchecker) mit aufgenommen. Die Filme wurden durchgezählt und je nach Institution (Archiv/Bibliothek) getrennt. Stücke mit einem umgebenden Tableau, wie sie Kupferstiche oder Photographien in Form eines Passepartout aufweisen, wurden stets im Vollformat aufgenommen, um bei der anstehenden Filmdigitalisierung nicht unnötige Speichermenge zu verbrauchen.

Der "kleine Warenkorb" wurde komplett mit Testzeichen sowohl auf 35mm AHU-Negativ (Agfa Copex HDP13 35mm) als auch Halbton-Positiv-Mikrofilm (Kokak Direct Duplicating 2468 35mm) verfilmt.

Verfilmung auf Makrofiches

Karten, Graphiken und Kupferstiche wurden aufgrund ihres Formats als Farb- bzw. Halbton-Makrofiches (105mm, Format DIN A6) verfilmt. Die Vorlagen wurden formatfüllend aufgenommen, wenn erforderlich wurden sie um 90° gedreht; der Kopf der Aufnahme befand sich dann links.

Graustufenvorlagen wurden mit einem Film für positive S/W-Halbtonaufnahmen (Kodak Direct Duplicating 2468 105mm), Farbvorlagen mit einem Film für positive Color-Aufnahmen (Ilfochrome Micrographic CMP 105mm) zusammen mit einem Farbkeil aufgenommen.

Die Titelleiste mit Titelaufnahme wurde dabei dreigeteilt; links: die laufende Nummer, korrespondierend mit der Warenkorbnummer, darunter die jeweilige Institution; mittig: die Titelkurzform; rechts: das Aufnahmedatum und die fortlaufende Aufnahmezahl. Von den Makrofiches wurden pro Vorlage eine Erstaufnahme und fünf weitere Aufnahmen erstellt.