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Landesarchiv >> Projekte >> Digitale Publikation der Wasserzeichensammlung Piccard im Hauptstaatsarchiv Stuttgart >> Projektverlauf

Projektverlauf

Darstellung der Projektzwischenergebnisse

Systematisierung und Ordnung der ca. 75.000 Wasserzeichen

Die Systematisierungs- und Klassifikationsarbeiten wurden in der Reihenfolge der von Piccard publizierten Bände angegangen. Zunächst wurden die Karteikarten der Großgruppen "Krone" und "Ochsenkopf" (= Piccard Wasserzeichen, Bände I und II, 1-3) neu geordnet. Damit war ca. die Hälfte der anstehenden ca. 75.000 Wasserzeichen für die Eingabe bzw. Digitalisierung vorbereitet. Da es sich gerade bei den Bänden zu "Krone" und "Ochsenkopf" um reine Findbehelfe handelt, die lediglich nach Einzelmarken abstrahierte Wasserzeichentypen abbilden, denen wiederum ein Vielfaches an Belegen zugrunde liegt, waren damit auch die wesentlichsten und problematischsten Teile der Wasserzeichenkartei bearbeitet.

Die Neuordnung orientierte sich am vorliegenden Klassifikationsschema Piccards, musste allerdings von einem schlechten Ordnungszustand ausgehen. Es mussten neue Ordnungskriterien entworfen werden, welche die unzulängliche Systematik verbesserten und stark verfeinerten, um den Ansprüchen der digitalen Präsentation zu genügen.

Eine feinere Untergliederung war auch bei den nachfolgenden zu bearbeitenden Wasserzeichengruppen zu erstellen. Die Arbeiten wurden in der Reihenfolge der von Piccard publizierten Bände fortgeführt. Die Karteikarten der Großgruppen "Turm", "Buchstabe", "Waage", "Anker", "Horn", "Schlüssel", "Werkzeug/Waffe", "Fabeltier", "Kreuz", "Blatt/Blume", "Lilie", "Frucht", "Vierfüßler" (= Piccard Wasserzeichen, Bände III - XV) wurden neu geordnet und in ein neues Klassifikationsschema gebracht.

Zum 15. Juli 2004 wurden die Systematisierungs- und Klassifikationsarbeiten wie vorgesehen abgeschlossen. In einem letzten Schritt wurden die Karteikarten der Großgruppen "Dreiberg" und "Hand & Handschuh" (= Piccard Wasserzeichen, Bände XVI - XVII) neu geordnet. Die Großgruppe "Dreiberg" wurde dabei unterteilt in die neuen Großgruppen Dreiberg, Fünfberg und Sechsberg. Daneben wurden ca. 2.500 zuvor aussortierte Wasserzeichenbelege als Nachträge den bestehenden Großgruppen zugeordnet.

Erweiterung des Erfassungsmoduls

Folgende Felder wurden dem Datenbankmodell hinzugefügt:

Größenparameter

Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Eingabefeldern für die Wasserzeichen-Abmessungen (Maße Höhe/Breite, Abstand Bindedrähte) wurden drei Felder für die Aufnahme der Größenparameter P1, P2 und P3 hinzugefügt. Sie sollen in der Internetpräsentation für die Recherche nach kompliziert aufgebauten und zahlreich überlieferten Wasserzeichen angeboten werden.

Inhaltliche Bemerkungen

Das Feld "Inhaltliche Bemerkungen" ist für Verweise auf identische Zeichen in anderen Wasserzeichensammlungen vorgesehen.

Querverweise zu den Piccard-Bänden

Ausgebaut wurde auch die Feldanzahl für Querverweise auf die Piccard-Bände. Statt eines Feldes werden nun "Band", "Abteilung" und "Typ" als getrennte Verweisfelder auf die genauen Stellen in den gedruckten Findmitteln genutzt. Ebenso sind Felder für die Übernahme der Vorworte und Einleitungen aus den Piccard-Bänden eingefügt worden.

Querverweise innerhalb der Klassifikation

Weiterhin wurden drei Felder für Verweise innerhalb der neuen Klassifikation in das Datenmodell integriert. Zum einen gibt es ein Schlagwortfeld, um synonyme Bezeichnungen aufzunehmen und somit dem Nutzer bei der Stichwortsuche eine höhere Treffermenge anzubieten. Zum anderen kann mit den beiden weiteren Feldern auf andere Klassifikationspunkte verwiesen werden. Auf diese Weise kann der Nutzer, der nicht über die Stichwort- oder Datenbanksuche, sondern über die Strukturansicht in die Suche einsteigt, auf andere Klassifikationspunkte verwiesen werden.

Eingabe der auf den Karteikarten befindlichen Texte in die Datenbank

Mit der Eingabe der Texte in die neu strukturierte Datenbank wurde begonnen, nachdem die Strukturierungs- und Klassifikationsarbeiten der ersten Hauptgruppen abgeschlossen waren. Im März 2005 waren schließlich alle auf den Karteikarten verzeichneten Daten vollständig in der Datenbank erfasst.

Digitalisierung der Wasserzeichen-Karteikarten

Die Digitalisierung der Wasserzeichenkarten wurde mit einem ersten Teilpaket (ca. ein Drittel der Zeichen) im Juni 2004 begonnen. Die restlichen Karten wurden digitalisiert, nachdem die Texteingabe in die Datenbank abgeschlossen war. Auch die Einleitungen zu den Piccard-Bänden wurden gescannt, anschließend mithilfe eines OCR-Programms erfasst und im PDF-Format ausgegeben.

Optimierung des Präsentationsmoduls

Zu den Projektzielen zählte die Vermessung aller Wasserzeichen der Sammlung Piccard. Damit kann die Suche nach vergleichbaren Wasserzeichen in größeren Gruppen gleichartiger Zeichen durch Eingabe von Größenparametern des gesuchten Zeichens wesentlich beschleunigt werden.

An der Kommission für Schrift- und Buchwesen in Wien wurden in einem ersten Schritt von den mehreren tausend bereits im Netz stehenden Wasserzeichen (u.a. Gruppe der Glocken-Wasserzeichen) mit Hilfe eines für das Projekt "Wasserzeichen mittelalterlicher Handschriften" (WZMA) entwickelten Softwaretools vermessen. Ein erheblicher Nachbearbeitungsbedarf bestand bei einzelnen Wasserzeichengruppen (beispielsweise Glocken) darin, dass die Zeichen teils aufrecht, teils gestürzt abgezeichnet wurden und somit zahlreiche Zeichnungen mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms gedreht werden mussten, wobei die von Piccard eingetragenen Textinformationen selbstverständlich an ihrer ursprünglichen Position verbleiben musste.

Von den neu digitalisierten Wasserzeichen wurden in einem ersten Durchgang jeweils der Abstand der Stegdrähte, die größte Höhe und die größte Breite der Zeichen ermittelt und in einer Datenbank gespeichert. In einem zweiten Arbeitsgang wurden bei einigen Motivgruppen (z. B. bei allen von einer Stange überhöhten Papiermarken) zusätzliche Größenparameter erhoben und gestürzt oder seitenverkehrt abgezeichnete Zeichen mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms in die korrekte Position gebracht.

Die Größenparameter der vermessenen Wasserzeichen wurden in die Datenbank integriert. Sie sind in "Piccard-Online" nun über einen Klick auf "Abmessungen suchen" verfügbar. Der Benutzer wählt zunächst in der Baumstruktur diejenige Rubrik aus, deren Karten er nach Abmessungen durchsuchen möchte und wechselt von dort direkt zu einer speziellen Suchmaske. In dieser Suchmaske kann er die Messtoleranz selbst festlegen, ebenso, ob bei der Suche Unterebenen eingeschlossen werden oder ausgespart bleiben sollen. Die Größenparameter werden im Suchergebnis und in der Detailansicht angezeigt.

Veröffentlichungen zum Projekt

An dieser Stelle sind Hinweise auf Berichte zum derzeitigen und zum Vorläuferprojekt zusammengestellt. Weitere Literaturhinweise zum Piccard und zu Wasserzeichen finden Sie in der Einleitung des Online-Findbuchs.

Thesaurus