Landeswappen Baden-Württemberg

Aktuelle Hinweise

Ausstellungen

Veranstaltungen

Presse/Berichte

Neue Publikationen

Laufende Projekte

Nachrichtenarchiv

Unser Selbstverständnis

Landesarchiv

Aufgaben und Dienstleistungen

Rechtsgrundlagen

Organisation

Ansprechpartner/innen

Projekte

Jahresberichte

Publikationen

Ausbildung und Praktika

Vergabeverfahren

Stellenausschreibungen

Präsentationen und Inventare

Landeskunde entdecken online (LEO-BW)

Württembergisches Urkundenbuch Online

Auswanderung aus Südwestdeutschland

Klöster in Baden-Württemberg

Landesforschung und Landesbeschreibung

Angebote für Schulen und Gruppen

Mitmachprojekte des Landesarchivs

Aktenaussonderung

Elektronische Systeme

Historischer Wert

Ihr Landesarchiv

Ansprechpartner im Archiv

Übergabeverzeichnisse

Wie nutzen Sie das Landesarchiv?

An welche Archivabteilung können Sie sich wenden?

Recherche & Bestellung

Mein Konto

Recherchehilfen & Dienstbibliotheken

Öffnungszeiten

Rechtsgrundlagen und Formulare

Kopien und Reproduktionen

Landesarchiv >> Projekte >> Digitale Publikation der Wasserzeichensammlung Piccard im Hauptstaatsarchiv Stuttgart >> Geschichte der Wasserzeichenkartei

Geschichte der Wasserzeichenkartei

Wissenschaftlicher Wert der Wasserzeichen

Wasserzeichen sind für die zuverlässige Datierung auf Papier geschriebener Quellen vor allem für das Spätmittelalter und die frühe Neuzeit von einschlägiger Bedeutung. Sie gestatten dort, wo diese Angaben in den Texten fehlen, die Einordnung in der Regel auf wenige Jahre. Die Wasserzeichenforschung ist in erster Linie für die wissenschaftliche Beschreibung und Katalogisierung von Handschriften und frühen Drucken relevant, die sich um die möglichst exakte Datierung der Vorlagen bemüht.

"Piccard" - die weltweit größte Wasserzeichensammlung

Um die Wasserzeichen als einschlägiges Instrumentarium einsetzen zu können, werden möglichst identische Belege benötigt, die durch Sammlung aus datierten Texten zu gewinnen sind. Der Name "Piccard" steht mit seinen ca. 92.000 erfassten Belegen für die weltweit größte Wasserzeichensammlung und gleichzeitig für ihre bisherige Publikation und Referenz. Sie trägt ihren Namen nach Gerhard Piccard (1909-1989), der sie als sein Lebenswerk über vier Jahrzehnte aufgebaut und bearbeitet hat. Die Sammlung befindet sich seit 1951 unter der Signatur J 340 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart.

Publikation der Findbücher

International bekannt wurde Piccards Wasserzeichensammlung durch die seit 1961 im Druck erschienenen "Findbücher". Bis 1997 wurden durch die Staatliche Archivverwaltung Baden-Württemberg 17 Findbücher in insgesamt 25 Bänden vorgelegt, die den "Piccard" erschließen und ihn zur umfangreichsten Standardpublikation von Wasserzeichen machten. Dabei ist die Qualitätssteigerung dieser Publikationen nicht zu übersehen. Waren die ersten beiden Findbücher "Krone" und "Ochsenkopf" reine Findbehelfe, die lediglich nach Einzelmarken abstrahierte Wasserzeichentypen abbilden (den Typen dieser Findbücher liegt ein Vielfaches nicht publizierter Abzeichnungen von Einzelmarken zugrunde!), so kamen ab dem dritten Findbuch "Turm" Einzelbelege zum Abdruck. Für das Findbuch "Turm" wurde allerdings weniger als die Hälfte der zum Zeitpunkt der Drucklegung bereits vorhandenen Karteikarten ausgewertet; zu allen in den Findbüchern vertretenen Motiven sind seit Drucklegung der entsprechenden Bände von Piccard selbst Nachtragskarten angelegt worden.

Fortsetzung als online Publikation

Allerdings waren mit den gedruckten Bänden noch nicht einmal zwei Drittel der Piccardschen Kartei für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ihr unpublizierter Rest umfasst etwa 37.000 weitere Karteikarten, deren Publikation in herkömmlicher Form - schon wegen der unzureichenden Qualität der wenigen noch vorliegenden Manuskripte Piccards - nicht mehr in Frage kommen konnte. Vor dem Hintergrund dieser Situation und dem nachdrücklich artikulierten Bedarf der hilfswissenschaftlichen Forschung, in erster Linie der Handschriftenkunde, an einer Fortsetzung des "Piccard", wurde eine Publikation in digitaler Form geplant.