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Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Einführungstag für Betreuer im Generallandesarchiv Karlsruhe

Archive präsentieren Quellen zum Schülerwettbewerb des Bundespräsidenten

Von Clemens Rehm und Christof Strauß

"Sich regen bringt Segen - Die Arbeitswelt in der Geschichte" lautet das diesjährige Motto des alle zwei Jahre ausgeschriebenen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten.

Gefragt sind in besonderem Maße die Angebote der Archive, denn die Arbeiten sollen einerseits mit der Lebenswelt der Schüler verbunden sein, andererseits auch über eine historische Komponente verfügen - also den Blick vor die eigene Lebensepoche ermöglichen. Grund genug im Generallandesarchiv Karlsruhe gemeinsam mit der Körber-Stiftung als Ausrichter des Wettbewerbs am 17. September 2004 eine Fortbildungsveranstaltung für Wettbewerbs-Tutoren und solche die es werden wollten, anzubieten.

Dabei wurden etwa 25 Teilnehmern aus Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz der Wettbewerb und die Erwartungen an Wettbewerbsbeiträge von Frau Tatsch (Jurorin des Wettbewerbs) erläutert, denn schließlich ist die Möglichkeit, Preise zu gewinnen, eine große Motivation für die Schüler sich zu beteiligen. Ein fehlender Bezug zur eigenen Lebenswelt oder ungenügende historische Recherche für die Arbeiten vereiteln oft genug dieses Ziel, ohne dass dies den Teilnehmern überhaupt bewusst wird.

Christof Strauß vom Staatsarchiv Freiburg und Clemens Rehm vom Generallandesarchiv Karlsruhe stellten anschließend Quellengruppen vor, in denen einerseits die Arbeitswelt eindrucksvoll ihren Niederschlag fand und die gleichzeitig die Lesefähigkeit Jugendlicher nicht vor unüberwindliche Hindernisse stellte. Hierzu zählten z.B. Dokumente zur Arbeitswelt in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg mit den zeittypischen Problemen: (Jugend-)Arbeitslosigkeit, Mangelwirtschaft und Eingliederung von Heimatvertriebenen und rückkehrenden Kriegsgefangenen in die Arbeitswelt. Aber auch Quellen zu den Spätfolgen der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert konnten begutachtet werden: Kinder- und Frauenarbeit, Streiks und Arbeitskämpfe, Arbeiterunruhen und die Überwachung gewerkschaftlicher Tätigkeit durch die Behörden des Großherzogtums Baden. So konnten sich die künftigen Tutoren und Tutorinnen selber einen Eindruck von den Anforderungen, aber auch vom Reiz der Quellenarbeit machen.

Bei der konkreten Planung von Projekten im Rahmen des Schülerwettbewerbs empfiehlt es sich aus Sicht der Archive, möglichst frühzeitig Kontakt aufzunehmen - sei es durch den Tutor oder die Wettbewerbsteilnehmer selber - und die Nutzungsmöglichkeiten abzusprechen, denn allzu oft haben beispielsweise Archive nur zu den Zeiten geöffnet, in denen die Schülerinnen und Schüler Unterricht haben. Hier ist von Schulen und Archiven Koordination und Flexibilität zugunsten erfolgreicher Projekte gefragt.

Als Anreiz ist sicher auch die nunmehr schon 6. Tagung für Archivpädagogik zu verstehen, die vom Generallandesarchiv und dem Oberschulamt Karlsruhe am 11. März 2005 im Landesmedienzentrum Karlsruhe stattfinden wird. Im Rahmen dieser Tagung ist die Präsentation von Beiträgen des diesjährigen Geschichtswettbewerbs vorgesehen. (Informationen und Kontakt: Dr. Clemens Rehm, Generallandesarchiv Karlsruhe, Tel. 0721/926-2267.)