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Landesarchiv >> Generallandesarchiv Karlsruhe >> Aktuelles der Abteilung >> Pressemitteilungen >> Die Scheinanlage - ein zweites Karlsruhe im Hardtwald

Die Scheinanlage - ein zweites Karlsruhe im Hardtwald

Generallandesarchiv Karlsruhe legt unbekanntes Dokument zu einer Karlsruher Stadtattrappe im II. Weltkrieg vor

Plan der Karlsruher Scheinanlage im Hardtwald 1940/41
Plan der Karlsruher Scheinanlage im Hardtwald 1940/41

Als Bomberangriffe im II. Weltkrieg den Oberrhein erreichten, diente neben der Verdunkelung Karlsruhes, die die Stadt nachts unsichtbar machen sollte, der markante Karlsruher Stadtgrundriss zu einer Attrappe:

Im Hardtwald zwischen Linkenheim, Friedrichstal und Blankenloch wurden Bäume so geschlagen, dass der Grundriss der Fächerstand aus der Luft erkennbar sein sollte.

In einem Plan, den das Generallandesarchiv Karlsruhe bei einer Aktenaussonderung im ehemaligen Staatlichen Forstamt Karlsruhe-Hardt aufgefunden hat, ist dieses Werk nun im Detail nachvollziehbar. Unter Einbeziehung vorhandener Waldwege wurden Flächen für den Schlossfächer, die Kriegsstraße und vor allem den Bahnhof aus dem Wald herausgehauen. Die Karte zeigt den Zustand des Jahres 1941. Die Planung ist wohl eine Reaktion auf den ersten Bombenangriff auf Karlsruhe am 15. Juni 1940, denn der Plan ist am 31. Juli 1940 abgeschlossen gewesen.

Die geringe Kenntnis über die Scheinanlage ist sicher darauf zurückzuführen, dass dieses Bauvorhaben des Luftwaffenbauamtes Stuttgart eine sogenannte Geheime Kommandosache war, wie auch mit einen Stempel auf dem Plan vermerkt ist, und letztlich die Bombardierung Karlsruhes nicht verhindert hat.

Der passabel erhaltene Plan mit den Maßen von 1,20 x 1,00 m ist im Generallandesarchiv unter der Signatur: H Forst Hardtwald/2 verzeichnet und wird für die Ausstellung im Prinz-Max-Palais: Luftschutz und Luftkrieg in Karlsruhe 1933 - 1945 (22. April - 26. September 2005) zur Verfügung gestellt.