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Landesarchiv >> Jahresberichte >> Jahresbericht 2005 >> Abteilung 6: Staatsarchiv Sigmaringen

Abteilung 6: Staatsarchiv Sigmaringen

Jahresbericht

Die Integration des Staatsarchivs Sigmaringen als Abteilung in das neu geschaffene Landesarchiv Baden-Württemberg verlief reibungslos.

Am 12. Oktober informierte sich der Generalkonsul der Französischen Republik in Stuttgart, Henri Reynaud, über die Arbeit der Abteilung und die hier verwahrten Quellen zu den deutsch-französischen Beziehungen.

Der Umfang des nach der Eingliederung der unteren staatlichen Sonderbehörden in die Landratsämter übernommenen Behördenschriftguts blieb erwartungsgemäß auf dem relativ hohen Niveau des Vorjahres. Allein von den ehemals staatlichen Forstämtern wurden mehr als 130 laufende Meter Unterlagen übernommen. Damit dürfte allerdings auch der Höhepunkt der mit der Verwaltungsreform ausgelösten Ablieferungswelle überschritten sein.

Zur Vorbereitung der für 2006 avisierten landesweiten Übernahme von Zwangsarbeiter-Unterlagen der AOK-Bezirksdirektionen führte das Staatsarchiv Sigmaringen mit Vertretern der AOK Baden-Württemberg ein Koordinierungsgespräch in Schramberg, das der Konkretisierung der bei der künftigen Abgabe erforderlichen Arbeitsschritte der AOKs diente.

Von der Fürstlich Hohenzollernschen Verwaltung wurden in das Depositum Fürstlich Hohenzollernsches Haus- und Domänenarchiv 12,5 lfd. m Akten der aufgelösten Forstämter übernommen.

Dank des Landesrestaurierungsprogramms konnten nicht nur 56 lfd.m schimmelbefallene Akten aus der Nachkriegszeit sterilisiert bzw. entsäuert werden; darüber hinaus wurde, auch in Verbindung mit so genannten Zusatzjobs, mit 3500 verpackten Urkunden, 4600 Karten und Plänen sowie ca. 600 lfd.m Akten die Konservierungsleistung der Vorjahre deutlich übertroffen.

Wesentliche Fortschritte wurden bei den von der Stiftung Kulturgut geförderten Projekten zur Erschließung der im Staatsarchiv Sigmaringen hinterlegten Archive der Grafen und Freiherren Schenk von Stauffenberg gemacht. Im Juni 2005 wurde mit Carsten Kohlmann ein Bearbeiter für die Regestierung gewonnen. Der im Oktober eingestellte Zeitangestellte Tobias Teyke wird bis März 2006 die Erschließung der Akten zu Ende bringen.

Im Rahmen des Erschließungsschwerpunkts Ministerialüberlieferung des Landes Württemberg-Hohenzollern wurde das Findbuch zum Bestand Arbeitsministerium Württemberg-Hohenzollern (Wü 180 T 1) fertig gestellt. Das retrokonvertierte Findmittel zum Bestand Justizministerium Württemberg-Hohenzollern (Wü 25 T 1) ist nunmehr im Internet verfügbar.

Die Überlieferung der 1806 an Hohenzollern gefallenen Herrschaften Achberg, Hohenfels und Trochtelfingen wurde durch neue Findbücher besser erschlossen.

Bei der auf Werkvertragsbasis durchgeführten Retrokonversion der Findmittel zur Überlieferung der Preußischen Regierung der Hohenzollerischen Lande wurden im Berichtsjahr Inventare zu weiteren Teilbeständen (Polizeisachen, Medizinalwesen, Kirchensachen) und Vorgängerbehörden (Preußische Übergangsregierung Sigmaringen) fertig.

Die Erschließung des Depositums Fürstlich Hohenzollernsches Haus- und Domänenarchiv wurde mit Findbüchern zur Überlieferung der Forstverwaltung fortgesetzt. Im Rahmen des Projekts der Stiftung Kulturgut zur Verbesserung des Erschließungszustandes der Rentamtsüberlieferung wurde 2005 die Inventarisierung des Fürstlichen Rentamtes Wald abgeschlossen und mit der Erschließung des Rentamtes Haigerloch begonnen.

Bei der Nutzung wurden die höchste Zahl an Nutzeranträgen (421) und Nutzertagen (1568) seit Bestehen des Staatsarchivs erreicht. Innerhalb von 10 Jahren stieg somit die Zahl der Nutzeranträge um 37 %, die (für den Lesesaalbetrieb aussagekräftigere) Zahl der Nutzertage hat sich gegenüber 1996 sogar verdoppelt.

Es ist seit Jahren im Staatsarchiv Sigmaringen Tradition, potentielle Benutzer durch Ausstellungen auf bestimmte Quellengattungen hinzuweisen. In den letzten Jahren wurden viele Bestände mit detailreichen Plänen neu erschlossen und - so die Pläne des preußischen Staatshochbauamts Sigmaringen - im Zuge des Landesrestaurierungsprogramms restauriert und sachgerecht verpackt. Eine kleine Auswahl von Gebäudeansichten und -aufrissen in dieser Überlieferung wurde von Oktober bis Dezember in einer Ausstellung unter dem Titel Alte Pläne neu im Blick. Hohenzollern in historischen Plänen des 19. und 20. Jahrhunderts einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung wird im Jahr 2006 vom Hohenzollerischen Landesmuseum Hechingen übernommen.

Bis in den bayerischen Regierungsbezirk Schwaben hinein reichte die Presseresonanz über die von dem Historiker Michael J. H. Zimmermann erarbeitete Ausstellung Die Gutmanns - Geschichte einer jüdischen Familie, die das Staatsarchiv im Frühsommer in seinen Räumen zeigte. Auch die überregionale Nachfrage nach der Begleitveröffentlichung belegt das Interesse an dem Thema.

Noch 2005 wurde mit den Vorbereitungen für die Ausstellung Adel im Wandel. 200 Jahre Mediatisierung in Oberschwaben begonnen. Diese Ausstellung, veranstaltet unter Federführung der Gesellschaft Oberschwaben, wird ab Mai 2006 in den Räumen des Staatsarchivs und des Sigmaringer Landeshauses zu sehen sein.

Wie bereits in den vergangenen Jahren nahmen in den Sommerferien wieder viele Feriengäste und Daheimgebliebene an den öffentlichen Ferienführungen teil.

Die Nutzerseminare des Staatsarchivs stießen wiederum auf großes Interesse. In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung wurde am 6. Mai ein Seminar zur Einführung in die Archivarbeit angeboten. Das in Zusammenarbeit mit dem Volkshochschulheim Inzigkofen und dem Verein für Familien- und Wappenkunde in Württemberg und Baden veranstaltete Seminar Ahnenforschung online, das 2003 erstmals durchgeführt worden war, wurde auch 2005 zwei Mal wiederholt.

Die vierwöchigen Praktika zur Berufsfindung, im Jahr 2005 mit Studierenden der Universitäten Konstanz und Berlin, stießen erneut auf großes Interesse und ausnahmslos positive Resonanz. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen zu den vielfältigen archivischen Arbeitsbereichen wurden praktische Übungen angeboten, deren Ergebnisse Gewinn bringend in die Erschließungsarbeit des Staatsarchivs integriert wurden.

Den gesamten Jahresbericht im PDF-Format zum Download finden Sie unter folgendem Link: