Landeswappen Baden-Württemberg

Aktuelle Hinweise

Ausstellungen

Veranstaltungen

Presse/Berichte

Neue Publikationen

Laufende Projekte

Nachrichtenarchiv

Unser Selbstverständnis

Landesarchiv

Aufgaben und Dienstleistungen

Rechtsgrundlagen

Organisation

Ansprechpartner/innen

Projekte

Jahresberichte

Publikationen

Ausbildung und Praktika

Vergabeverfahren

Stellenausschreibungen

Präsentationen und Inventare

Landeskunde entdecken online (LEO-BW)

Württembergisches Urkundenbuch Online

Auswanderung aus Südwestdeutschland

Klöster in Baden-Württemberg

Landesforschung und Landesbeschreibung

Angebote für Schulen und Gruppen

Mitmachprojekte des Landesarchivs

Aktenaussonderung

Elektronische Systeme

Historischer Wert

Ihr Landesarchiv

Ansprechpartner im Archiv

Übergabeverzeichnisse

Wie nutzen Sie das Landesarchiv?

An welche Archivabteilung können Sie sich wenden?

Recherche & Bestellung

Mein Konto

Recherchehilfen & Dienstbibliotheken

Öffnungszeiten

Rechtsgrundlagen und Formulare

Kopien und Reproduktionen

Landesarchiv >> Jahresberichte >> Jahresbericht 2005 >> Abteilung 4: Generallandesarchiv Karlsruhe

Abteilung 4: Generallandesarchiv Karlsruhe

Jahresbericht

Das Erweiterungsbauvorhaben erfuhr durch seine Erwähnung in der Regierungserklärung von Herrn Ministerpräsident Oettinger Auftrieb, so dass nun mit der Einstellung von Mitteln für den Doppelhaushalt 2007/2008 gerechnet werden darf. Die Kapazitätsprobleme der Magazine haben sich wegen der wieder überdurchschnittlichen Rate von Zugängen und wegen der laufenden Verpackungsaktionen erneut zugespitzt. Daher wurde bei der Liegenschaftsverwaltung die Zuweisung eines vierten Außendepots, das auch Räume zur Bearbeitung von Zugängen aufweisen muss, beantragt. Die Platzreserven dürften zur Jahresmitte 2006 erschöpft sein.

Die Überlieferungsbildung war geprägt von den durch die Verwaltungsreform verursachten umfangreichen Abgaben, insbesondere von Forstakten. Es gab sowohl Notübernahmen als auch Zugänge, für die die Behörden erfreulicherweise schon elektronisch erstellte Listen angefertigt hatten. Die Aussonderungen fanden in enger Abstimmung mit den Kreis- und Stadtarchiven statt; bei Umzügen von Behörden wurde deren Termin als Zeitpunkt des Zuständigkeitswechsels vereinbart, nicht der 1.1.2005. Angesichts der quantitativen und qualitativen Zunahme der Überlieferungen von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts (§ 8 LAG) wurde eine Übersicht über diese Institutionen als Entscheidungshilfe für bei ihnen anstehende Archivierungen erstellt.

Mit Mitteln des Landesrestaurierungsprogramms konnten durch Freigänger 800 lfd.m. Archivgut, nämlich der Rest des Bestands 456 (XIV. Armeekorps) sowie Bestand 391 (Forst- und Domänendirektion) verpackt werden.

Die Einführung von Scope machte umfangreiche interne Schulungen erforderlich; dank ihrer effizienten und zeitgerechten Vornahme gingen diese unmittelbar in die Anwendung über, sogar durch Hilfskräfte. Die Arbeit an den Beständeübersichten 6, 8 und 5 schritt fort. Bei der Erschließung stand der Abbau von Rückständen von Verwaltungs- und Justizschriftgut, in den sich zwei Referate teilten, im Vordergrund. Schwerpunkte bildeten darüber hinaus das Eisenbahnschriftgut, von dem Akten und Pläne erschlossen sind bzw. in Kürze sein werden, weiterhin wichtiges Planmaterial des Badischen Staatstechnikums und der Fachhochschule. Die Inventarisierung der Pläne des Schlossbaubüros Heidelberg wurde aus gegebenem Ausstellungsanlass mit einer Teiledition gekrönt, im Zuge der Zusammenarbeit mit der Schlösserverwaltung und der Denkmalpflege wurden dem Archiv auch Plandigitalisate als Bilddateien zur Verfügung gestellt. Erwähnung verdient auch die begonnene Inventarisierung einer Sonderüberlieferung des Gesundheitsamts Mannheim, der "Zentrale zur Bekämpfung der Unlauterkeit im Heilgewerbe".

Begonnen hat die Erschließung des Archivs der Badischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz als Projekt der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg.

Im Nutzungsbereich hat sich bei den Sperrfristenverkürzungen die Straffung des nur noch örtlich ablaufenden Verfahrens bewährt. Erheblichen Aufwand erforderten die umfangreichen Aktenanforderungen der Wiedergutmachungsstelle beim Landesamt für Besoldung und Versorgung Baden-Württemberg zur Klärung offener Entschädigungsansprüche. Die Inanspruchnahme durch Leihbegehren für auswärtige Ausstellungen war gleichbleibend hoch.

Zahlreich waren die Aktivitäten der Öffentlichkeits- und historischen Bildungsarbeit: "Die Erste Nacht des Rechts" (Soirée aus Anlass der Kulturhauptstadtbewerbung Karlsruhes, 26.2.), 6. Karlsruher Tagung für Archivpädagogik (3.3.), Symposium zum 100. Geburtstag von Walther Peter Fuchs (18.3.), Teilnahme an der 7. Karlsruher Museumsnacht (6.8.), Übergabe der Festschrift für Herwig John mit Pressekonferenz (17. bzw. 18.11.). Beamte des Archivs haben insgesamt 24 wissenschaftliche bzw. archivfachliche Veröffentlichungen vorgelegt und sowie 16 Vorträge gehalten; weiterhin sind insgesamt 27 Teilnahmen an Tagungen zu verzeichnen. Vier Beamte beteiligten sich an der universitären Lehre.

Im März und im September wurden für jeweils vier Studenten vierwöchige Volontariate arrangiert, daneben auch vier Schüler je eine Woche im BOGY betreut.

Die neue Geschäftsverteilung im Landesarchiv und die fast gleichzeitige Einführung von KZM und von Scope, begleitet von der Ausstattung mit neuem Gerät, erforderten ein hohes Maß an Umstellungsbereitschaft; glücklicherweise konnte ihm weitgehend entsprochen werden.

Den gesamten Jahresbericht im PDF-Format zum Download finden Sie unter folgendem Link: