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Landesarchiv >> Jahresberichte >> Jahresbericht 2006 >> Abteilung 9: Institut für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut

Abteilung 9: Institut für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut

Die Dienstleistungen des Instituts für Erhaltung auf dem Gebiet der Mikroverfilmung von historischem Schriftgut rückten im Jahr 2006 wieder stärker in das Blickfeld, nicht zuletzt bei einem Colloquium des Landesarchivs zu Fragen der Digitalisierung: Die Bilanz der gegenwärtigen, auch in der allgemeinen Öffentlichkeit geführten Debatte um die "Langzeitarchivierung" zeigt, dass der Einsatz von Mikrofilm als einzigem verfügbaren langzeitstabilen Datenträger "voll im Trend" liegt.

Beim "Tag der Archive", der wieder in enger Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Ludwigsburg organisiert wurde, konnte sich das Institut, das - anders als die Lesesäle der Staatsarchive - keinen Publikumsverkehr unterhält, wiederum als "offenes Haus" präsentieren: Die technischen Einrichtungen der Werkstätten und die handwerklichen Leistungen der Restauratorinnen und Restauratoren stießen bei den Besuchern aller Altersgruppen auf reges Interesse. Dies wiederholte sich auch bei anderen Führungen, namentlich zum Tag der Bestandserhaltung, an dem die Kulturgut verwahrenden Institutionen bundesweit an das Brandunglück in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar erinnern. Zu diesem Termin erschien ein ganzseitiger, farbig illustrierter Bericht über das Institut in der "bw-Woche" (ehem. Staatsanzeiger). Prominentester Gast war der Staatssekretär im Wissenschaftsministerium Dr. Dietrich Birk MdL, der sich der sich über das Leistungsspektrum des Instituts informierte. Einen eher seltenen Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit stellte der Fernsehauftritt eines Restaurators dar, der in einem Wissenschaftsmagazin die Technik des Papierspaltens demonstrieren konnte, eine Spezialität des Instituts. Besondere Herausforderungen und spannende "Fälle" der Einzelrestaurierung werden regelmäßig in den Archivnachrichten des Landesarchivs Baden-Württemberg publiziert.

Das Institut beteiligt sich schon immer an Forschung und Fortbildung auf vielen Gebieten der Bestandserhaltung. Im Jahr 2006 wurde eine Diplomarbeit im Studiengang Restaurierung an der Stuttgarter Kunstakademie vom Institut mitbetreut. Durch das hierfür vorgeschriebene Praktikum wuchsen dem Institut wertvolle Erkenntnisse auf neuester naturwissenschaftlicher Basis für die Behandlung mittelalterlicher Pergamente zu. Im Herbst fand die bereits traditionelle Zentrale Fortbildung für die Restauratorinnen und Restauratoren an den im Landesrestaurierungsprogramm verbundenen Staatsarchiven und wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes statt, diesmal gewidmet dem wichtigen Thema "Wasser und Papier". Hinter vordergründig trivial erscheinenden Vorgängen wie Befeuchten oder Wässern von Papier verbergen sich in Wirklichkeit komplexe chemische und physikalische Reaktionen, die für das Verständnis der Behand lungsmöglichkeiten für geschädigte Papiere von zentraler Bedeutung sind. Vor diesem wissenschaftlich-technischen Hintergrund wurde im Institut ein neues Verfahren entwickelt, bei dem mittels mechanisch angetriebener Luftströmung eine wesentlich raschere und berechenbarere Trocknung nasser Papiere erreicht wird. Der durch Verkürzung der Verweildauer und Einsparung von Arbeitsgängen erzielte Rationalisierungseffekt erlaubt eine effizientere Arbeitsorganisation und -planung in der Papierrestaurierung - was nicht zuletzt in der Nachfrage nach weiteren Schulungen aus auswärtigen Werkstätten zum Ausdruck kommt.

Den gesamten Jahresbericht im PDF-Format zum Download finden Sie unter folgendem Link: