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Landesarchiv >> Jahresberichte >> Jahresbericht 2006 >> Abteilung 4: Generallandesarchiv Karlsruhe

Abteilung 4: Generallandesarchiv Karlsruhe

Die Hoffnung auf den Beginn des Erweiterungsbaues konkretisierte sich gegen Ende des Jahres: Im Entwurf für den Doppelhaushalt 2007/2008 sind Mittel für die Realisierung zunächst des Neubaus auf dem Nachbargrundstück enthalten. Dazu fügt sich gut, dass das Kreisarchiv, dem der Landkreis Karlsruhe ein eigenes Gebäude verschafft hat, um die Jahreswende bereits im Auszug aus der "Villa" begriffen war, die dem Neubau wird weichen müssen. Gleichwohl wurden die Bemühungen um das vierte Außendepot intensiviert; in Aussicht stehen Teile des zuletzt als Versorgungs-amt genutzten ursprünglichen Militärkrankenhauses Kriegs-, Ecke Brauerstraße.

Dank einer Absenkung der Zugangsmenge unter den langjährigen Jahresdurchschnitt waren die Platzreserven im Magazin glücklicherweise noch ins Jahr 2007 hinein zu strecken. Nach den durch die Verwaltungsreform verursachten übergroßen Ablieferungsmengen ist so eine willkommene Verstetigung eingetreten. Als besonders wertvolle Bestandsergänzung aus nichtstaatlichem Archivgut ist die Sammlung von Thomas Kellner hervorzuheben. Kellner hatte als Antiquar bereits früher wichtige badische Politiker- und Beamtennachlässe an das Generallandesarchiv vermittelt. Nach seinem Tod konnten aus seiner eigenen Sammlung für das Archiv noch weitere, abschließende Teile dieser Provenienzen erworben werden, verbunden mit wohl einer der bedeutendsten privaten Ansichtensammlungen zu Karlsruhe und zum mittelbadischen Raum.

Die langjährig sehr erfolgreiche und aus Mitteln des Landesrestaurierungsprogramms bestrittene Verpackungsaktion durch Einsatz von Freigängern musste im August wegen Unzuverlässigkeit der entsendenden Stelle leider abgebrochen werden. Daher konnte nur eine Menge von insgesamt 824 lfd.m. Archivgut verpackt werden, zuletzt Bestände des ehem. Haus- und Staatsarchivs (46-48).

Im Herbst setzten die planmäßigen Arbeiten zum weiteren Ausbau der online-Beständeübersicht ein. Sie zielen darauf ab, in einem Arbeitsgang mit der Umsetzung der neuen Findmittelcodierung alle Einzelbestände mit den wichtigsten Grundinformationen ausreichend zu beschreiben bzw. vorhandene Beschreibungen zu aktualisieren. Die Beschreibungen auf der Ebene der Beständegruppen für die Altbestände und die badischen Zentralbehörden können sich dabei die Texte der gedruckten Beständeübersichten zunutze machen. Glücklicherweise sind die beiden einschlägigen Bände 6 und 8 nun erschienen. - Im Februar war mit der Konversion von Findmittel-Altdaten verschiedenster Formate begonnen worden, um diese Daten in die neue Archivsoftware scopeArchiv importieren und den Anteil der online recherchierbaren Bestände signifikant steigern zu können. Diesem Projekt sollte im Jahr 2007 unbedingt die Fortsetzung ermöglicht werden.

Ein großer Fortschritt wurde bei der Erschließung gemacht. Dank des - betreuungsintensiven! - Einsatzes von Beschäftigten im Zusatzjob konnte die Leistung in einer Weise gesteigert werden, dass im Hinblick auf die Reduktion der Übernahme eine Trendwende erreicht ist und die Rückstände in großem Stil abgebaut werden. Die zuletzt klaffende Schere zwischen Neuzugängen und Verzeichnung schließt sich wieder. Die Steigerung bei der Anzahl der Titelaufnahmen und der erstellten Findmittel ist sehr eindrucksvoll.

Unter den Einzelnutzungen ist der Beginn der Verfilmung von geschlossenen Beständen für die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem sowie Fernsehaufnahmen von BBC History für einen Film über die in Karlsruhe und Pforzheim inhaftiert gewesene britische Spionin Nora Baker hervorzuheben.

Seit 29. November ist das Haus dank seiner Bestände Hauptstützpunkt für die Tätigkeit der Experten-Arbeitsgruppe "Eigentumsfragen Baden", die zur Lösung der dem sog. "Handschriftenstreit" zugrunde liegenden Probleme vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst eingesetzt wurde.

Im Dezember waren Vorbereitungen für die Einführung des landesweiten elektronischen Bestellsystems zu bewältigen, außerdem neue Rechtsvorschriften (Archivbenutzungsordnung, Gebührenverordnung) umzusetzen.

Die historische Bildungsarbeit war geprägt durch die Aktivitäten aus Anlass der 200. Wiederkehr des Aufstiegs Badens zum Großherzogtum. Aus der Vorbereitung der im und mit dem Badischen Landesmuseum vom 30.6. bis 20.8. veranstalteten Ausstellung "1806. Baden wird Großherzogtum" erwuchs als Nebenprodukt eine szenische Lesung, zu der sich das Bad. Staatstheater an zwei Tagen im November in seinem Schauspielhaus erfreulicherweise bereit fand. Die Begleitpublikation zur Ausstellung erfuhr eine zweite Auflage. Aus einem durch die Kulturgutstiftung des Landes bestrittenen Erschließungsprojekt ergab sich eine kleine Ausstellung über die Badische Schwesternschaft vom Roten Kreuz in deren Räumen. Zwei wanderfähige Ausstellungen ("Ludwig Marum" und "Badisches Intermezzo?") wurden an auswärtigen Orten gezeigt. Weiterhin zu nennen sind die Veranstaltung der 7. Karlsruher Tagung für Archivpädagogik (10.3.) sowie die Teilnahmen am Tag der Archive (6.5.) und an der 8. Karlsruher Museumsnacht (5.8.).

Beamte des Archivs haben insgesamt neun Veröffentlichungen vorgelegt sowie 13 Vorträge gehalten; außerdem sind 14 Teilnahmen an Tagungen zu verzeichnen. Drei Beamte und eine Beamtin beteiligten sich an der universitären bzw. archivfachlichen Lehre.

Bei Volontariaten im März und September wurden sechs Studierende sowie im BOGY je eine Woche drei Schüler betreut.

Eine Ermunterung bei der Bewältigung seiner vielfältigen Aufgaben stellte für das Archiv der Besuch von Herrn Staatssekretär Dr. Birk am 30.11. dar.

Die erneut geschrumpfte Belegschaft war im Jahr 2006 über die Maßen gefordert und darf auf ihre Leistung stolz sein.

Den gesamten Jahresbericht im PDF-Format zum Download finden Sie unter folgendem Link: