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Landesarchiv >> Jahresberichte >> Jahresbericht 2006 >> Abteilung 2: Fachprogramme und Bildungsarbeit

Abteilung 2: Fachprogramme und Bildungsarbeit

Das Jahr 2006 war für die Abteilung 2 durch grundlegende strukturelle Veränderungen gekennzeichnet. Zum 1. Juni 2006 wurden die beiden Abteilungen 2 ("Archivfachliche Grundsatzangelegenheiten") und 10 ("Landesforschung und Landesbeschreibung") zur neuen Abteilung 2 ("Fachprogramme und Bildungsarbeit") zusammengefasst. Durch Pensionierung und Umsetzung verlor die Abteilung zwei Stellen des höheren Dienstes.

Im Bereich der Überlieferungsbildung wurden mit dem Justizministerium Gespräche über die Konsequenzen aufgenommen, die mit der Neuordnung des Notariatswesens in Baden-Württemberg (Digitalisierung der Grundbücher und der sukzessive Aufbau von zentralen Grundbuchämtern) verbunden sind. In zwei Arbeitsgruppen (1. Rechtsfragen; 2. Infrastruktur) bereiten Landesarchiv und Justizministerium gemeinsam Lösungen vor, die zum einen die dienstliche Nutzung der Unterlagen durch die Notariate gewährleisten, zum anderen aber auch die sachgerechte Übernahme des Schriftguts (Grundbücher, Grundakten) durch das Landesarchiv ermöglichen.

Die Gespräche über die Übernahme der bei der AOK verwahrten Unterlagen zu Zwangsarbeitern wurden unter Berücksichtigung der Belange des Datenschutzes abgeschlossen. Die dezentrale Übergabe der Unterlagen wird 2007 einsetzen und sich vermutlich über mehrere Jahre hinziehen.

Die Überlieferungsbildung im Landesarchiv wurde durch nunmehr drei regelmäßige Sitzungen der AGÜ enger verzahnt. Dadurch konnte auch die Überlieferungsbildung elektronischer Unterlagen intensiver einbezogen werden. Die weitreichenden Veränderungen, die mit der Archivierung elektronischer Unterlagen verbunden sind, konnten in einer ersten landesinternen Informationsveranstaltung am 10. Oktober diskutiert werden.

Das Projekt Kalliope zum Nachweis bedeutender Nachlässe in einem zentralen bundesdeutschen Portal konnte fristgerecht abgeschlossen werden. Zum Arbeitsprogramm konnten zusätzlich sämtliche Nachlässe des Landesarchivs mit Grunddaten aufgenommen werden.

Die Übergabe staatlicher Unterlagen an Kreis- und Stadtarchive setzt nach § 3 Abs. 3 LArchG die archivfachliche Anerkennung voraus. Diese wurde 2006 dem Archiv des Alb-Donau-Kreises ausgesprochen und beim Landkreis Böblingen vorbereitet (Bescheid erfolgte im Januar 2007). Mit der begonnenen neuen Codierung des Erschließungszustands für die Bestände des Landesarchivs wird im Internet den Nutzern eine wesentliche Information über die Bestände zugänglich gemacht und zugleich ein internes Hilfsmittel zur Priorisierung von Erschließungen erarbeitet.

Im Sommer traf sich erstmals die neu gegründete AG Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit; Ziel der Arbeitsgruppe ist der fachliche Austausch und die Koordination der Angebote.

Aus Anlass des Jubiläums "200 Jahre Königreich Württemberg 1806-2006" publizierte das Landesarchiv einen Kalender für das Jahr 2007 ("Das Königreich Württemberg. Historische Ansichten"), in dem 54 Stadtansichten aus den württembergischen Oberamtsbeschreibungen reproduziert wurden. Kurze Kommentare heben jeweils die Besonderheit der Stiche hervor.

In den Reihen des Landesarchivs erschienen folgende Bände:

Turnusgemäß erschienen zwei neue Ausgaben der "Archivnachrichten".

LEO Baden-Württemberg - Landeskunde entdecken, erleben, erforschen online. Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst wurde in Zusammenarbeit mit Abt. 1 der Projektantrag termingerecht fertig gestellt.

Mit Mitteln der Stiftung Kulturgut wurden im Frühjahr die Arbeiten am "Württembergischen Urkundenbuch Online" aufgenommen (gemeinsames Projekt der Abt. 1, 2 und 7). Der Abschluss der ersten Projektphase ist für 2007 geplant.

Im Rahmen der Großen Landesausstellung "Monarchie und Moderne. Das Königreich Württemberg 1806-1918" präsentierte das Landesarchiv erstmals für ausgewählte Zeitschnitte Datenreihen aus den Bevölkerungsstatistiken des 19. Jahrhunderts (Das Königreich Württemberg in Zahlen). Die Daten waren in einem Langzeitprojekt in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Landesamt durch die Abt. 2 erfasst worden. Im nächsten Jahr wird die Präsentation das Internetangebot des Landesarchivs erweitern.

Die Internetpräsentation "Klöster in Baden-Württemberg" wurde weiter ausgebaut. Dabei liegt der Arbeitsschwerpunkt auf der Komplettierung der Texte und Einträge zu den Klöstern in Baden und Hohenzollern. Die Arbeiten für Württemberg sind abgeschlossen. Durch die Verknüpfung der Datenbank mit touristischen und wissenschaftlichen (Internet-) Angeboten konnte die Bekanntheit der Präsentation weiter gesteigert werden.

Am 17. November wurde in Niedernhall vor mehr als 200 Gästen die neue Kreisbeschreibung des Hohenlohekreises der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Resonanz in der regionalen Öffentlichkeit (Presse und Rundfunk) war sehr positiv. Die hohe Zahl der Garantieabnahmen durch Landkreis und Gemeinden (rund 1000 Exemplare) belegt das große Interesse an dem neuen Werk in der Region. Nach kurzer Zeit war die erste Auflage (rund 2900 Exemplare) vergriffen. Rechtzeitig vor Weihnachten wurde vom Verlag die zweite Auflage ausgeliefert.

Die Materialerhebung für die Kreisbeschreibung Esslingen wurde zum Jahresende termingerecht abgeschlossen. In einer Bürgermeisterversammlung wurde das Projekt im Landkreis vorgestellt und diskutiert. Eine Startup-Veranstaltung im Landratsamt im Sommer (10. Juli) markierte den offiziellen Beginn der Arbeiten an dem neuen Projekt.

Nach Abschluss der Kreisbeschreibung des Hohenlohekreises begannen die konzentrierten Arbeiten an der Kreisbeschreibung Heilbronn. Zahlreiche Autoren wurden gewonnen, die Materialerhebungen sind bereits weit fortgeschritten. In einer Bürgermeisterversammlung wurde das Projekt vor Ort vorgestellt und um Unterstützung durch die Gemeindeverwaltungen geworben.

Im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit stand die festliche Vorstellung der neuen Kreisbeschreibung des Hohenlohekreises am 17. November vor fast 250 Gästen. Die Tage der Heimatgeschichte sind inzwischen zur festen Größe geworden. Sie fanden statt am 31. März in Untermünkheim (Lkr. Schwäbisch Hall), in Neuenstein (Hohenlohekreis, 22. September) und in Iffezheim (Lkr. Rastatt, 6. Oktober). Gemeinsam mit dem Historischen Verein für Würtembergisch-Franken wurden die Schöntaler Tage (23.-25. Juni) zur Geschichte des Hauses Hohenlohe organisiert. An allen Veranstaltungen waren Mitglieder der Abteilung 2 als Referenten engagiert. Vorträge im Rahmen von Veranstaltungen von Volkshochschulen rundeten die Aktivitäten ab.

Den gesamten Jahresbericht im PDF-Format zum Download finden Sie unter folgendem Link: