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Landesarchiv >> Jahresberichte >> Jahresbericht 2005 >> Landesarchiv insgesamt

Landesarchiv insgesamt

Jahresbericht

Zum 1. Januar 2005 hat die staatliche Archivverwaltung in ihrer neuen einstufigen Struktur als Landesarchiv Baden-Württemberg ihre Arbeit reibungslos fortgesetzt. Die mit dem Verwaltungsstruktur-Reformgesetz beschlossene Zusammenlegung der Landesarchivdirektion und der ihr bis dahin nachgeordneten sechs Staatsarchive trat damit in Kraft. Geleitet wird das Landesarchiv von einem Präsidenten, gegliedert ist es in Archivabteilungen an den Standorten Freiburg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Sigmaringen, Stuttgart und Wertheim sowie in Fachabteilungen, die für abteilungsübergreifende Querschnittsaufgaben (Verwaltung, archivfachliche Grundsatzangelegenheiten, Landesforschung und Landesbeschreibung, Bestandserhaltung) zuständig sind. Der Organisations- und Geschäftsverteilungsplan war 2004 erstellt worden. Die Zusammenarbeit ist in einem Organisationsstatut und in einer Geschäftsordnung näher geregelt; beides war ebenfalls bereits 2004 erarbeitet worden.

Ein wesentliches Element der kooperativen Zusammenarbeit im Landesarchiv ist die im Organisationsstatut verankerte Abteilungsleiterbesprechung, die 2005 viermal getagt hat und in der alle wesentlichen Angelegenheiten, insbesondere alle strategischen Fragen, erörtert werden. Nicht zuletzt kann sie auch das Zusammenwachsen der Abteilungen im Landesarchiv fördern. Die Umstrukturierung der staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg wurde am 4. Juni 2005 auf dem 65. Südwestdeutschen Archivtag in Lindau (Bodensee) behandelt, der dem Thema gewidmet war Organisationsreformen und ihre Auswirkungen auf die archivische Arbeit - Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen im Vergleich. Das Referat zur Umstrukturierung des Landesarchivs Baden-Württemberg (Robert Kretzschmar: Auf einer Stufe zukunftsfähig? Die staatliche Archivverwaltung in der Verwaltungsreform) und ein Bericht über die lebhafte Diskussion auf der Tagung sind in der Fachzeitschrift Der Archivar (Jahrgang 59 (2006) S. 3-18) veröffentlicht.

Die neuen Strukturen liegen auch den völlig neu gestalteten Internet-Seiten des Landesarchivs zugrunde, die 2005 in das Netz gestellt wurden. Für das Landesarchiv wurde 2005 auch ein eigenes Logo entwickelt; es wird als Bestandteil in ein darüber hinaus noch zu entwickelndes corporate design eingehen. Auf dem 75. Deutschen Archivtag, der vom 27. bis 30. September 2005 in Stuttgart stattfand, präsentierte sich das Landearchiv mit einem eigenen Stand auf der Fachmesse Archivistica. Für den Archivtag wurden auch zwei Broschüren publiziert; die eine war dem Landesarchiv, die andere dem Institut für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut gewidmet, das 2005 sein zehnjähriges Bestehen feiern konnte.

Den Übergang in die neuen Strukturen zum 1. Januar 2005 hat die staatliche Archivverwaltung Baden-Württemberg somit reibungslos vollzogen. Die nähere Ausgestaltung des Landesarchivs, das mehr sein muss als die reine Addition seiner Teile, ist freilich noch zu leisten. Sie ist als ein Prozess zu verstehen, dessen Rahmenbedingungen durch den im Verwaltungsstruktur-Reformgesetz vorgesehenen Abbau von 20 Prozent der Ressourcen bestimmt sind. Der Personalabbau machte sich 2005 bereits an mehreren Standorten bemerkbar, nachdem frei werdende Stellen nicht wieder besetzt werden konnten und in den betroffenen Archivabteilungen interne Umschichtungen erfolgten. In den nächsten Jahren werden laufende Anpassungen an den fortschreitenden Stellenabbau erforderlich sein. Im Blick darauf wurde die Diskussion über Standards und Abläufe intensiviert. Für Festlegungen von Standards bei der Zugangsbearbeitung wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, ebenso für die Neudefinition der verschiedenen Stufen des Erschließungsstands; die Zugänglichkeit im Netz wird dabei als optimaler Erschließungsstand ausgewiesen.

Gute Voraussetzungen für den weiteren Reformprozess hatte schon 2004 ein Workshop geliefert, der unter der Regie der Führungsakademie Baden-Württemberg mit dem Präsidenten und Abteilungsleitern des Landesarchivs durchgeführt worden war. In ihm hatte man sich auf ein übergeordnetes Wirkungsziel (Als landeskundliches Kompetenzzentrum sorgt die Archivverwaltung dafür, Archivgut als Teil des kulturellen Erbes und der Erinnerungskultur zu sichern, zu erhalten und zugänglich zu machen.) und davon abgeleitete Ergebnisziele verständigt. Dieses einvernehmlich von den Führungskräften entwickelte Selbstverständnis stellt einen klaren Ausgangspunkt für die weitere Ausgestaltung des Landesarchivs in den nächsten Jahren unter den gegebenen Rahmenbedingungen dar.

Die 2004 begonnene Diskussion über Messgrößen und Kennzahlen resultierte in einer Eröffnungsbilanz, die Mitte 2005 vorlag und zum Jahresende auf der Grundlage der einzelnen Abteilungen fortgeschrieben wurde. Ein Auszug daraus ist im Anhang wiedergegeben. Auch wenn das nunmehr vorliegende Zahlenwerk in vielfacher Hinsicht noch der methodischen Optimierung bei der Erfassung und der Präzisierung bedarf, ist damit doch auch eine wichtige Grundlage geschaffen worden, auf die in den kommenden Jahren laufend zu rekurrieren sein wird. Für wesentliche Arbeitsfelder war den Zahlen abzulesen, wo das Landesarchiv in seinem Startjahr stand. Insgesamt konnte die staatliche Archivverwaltung eine gute Bilanz vorlegen. So ist etwa der Anteil des sehr gut bis zufriedenstellend verzeichneten Archivguts hoch (76 Prozent), auch sind bereits 17 Prozent der Findmittel zu erschlossenen Beständen im Internet zugänglich, beides ein im bundesweiten Vergleich sicher sehr guter Befund. Insgesamt waren zum Jahresende 2005 die Online-Beständeübersichten aller Archivabteilungen sowie über 2000 Findbücher im Netz recherchierbar. Im hohen Anteil des nach heutigen Maßstäben verpackten Archivguts am Gesamtbestand, der immerhin schon bei 36 Prozent liegt, sowie im insgesamt doch eher niedrigen Wert von 19 Prozent für den Anteil an geschädigtem Archivgut, spiegeln sich die Erfolge des Landesrestaurierungsprogramms und der konservierenden Maßnahmen, die gezielt in den letzten Jahren durchgeführt wurden; der Status quo in diesem Bereich belegt aber auch, dass hier nach wie vor Handlungsbedarf besteht. Für die kommenden Jahre ist in jedem Fall mit dem gesamten Zahlenwerk eine gute Ausgangsbasis geschaffen, Planungen zur Umsetzung strategischer Ziele (wie etwa Der Anteil der Online-Findmittel soll erhöht werden) quantifizierbare Werte zugrunde zu legen.

Eingeführt wurde 2005 auch im Kontext der landesweiten Einführung der Neuen Steuerungsinstrumente die kostenträgerorientierte Zeit- und Mengenerfassung (KZM) sowie das Dialogisierte integrierte Personal-Verwaltungssystem Dipsy. Für die IuK-Unterstützung der archivischen Facharbeit wurde mit MID0SA 21 durch die Migration auf die aktuelle Version von scope-Archiv eine neue Grundlage geschaffen. Die technische Ausstattung der verschiedenen Standorte des Landesarchivs konnte durch umfangreiche Hardwarebeschaffungen erneuert werden.

Die Schwerpunkte der Facharbeit waren 2005 aus dem Selbstverständnis des Landesarchivs abgeleitet, wie es im bereits erwähnten Workshop definiert worden war. Bei der Überlieferungsbildung standen umfangreiche Übernahmen im Vordergrund, die als Folge der Verwaltungsreform bei den betroffenen Dienststellen anstanden. Die Aussonderungen wurden dabei in enger Kooperation mit den Kreis- und Stadtarchiven durchgeführt. Positiv wirkte sich bei der Abwicklung aus, dass für zahlreiche Überlieferungsbereiche Bewertungsmodelle und -kataloge vorlagen.

Sehr zu begrüßen ist, dass vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Projektmittel bereitgestellt wurden, um für die Übernahme elektronischer Unterlagen aus der Verwaltung eine grundlegende Konzeption erarbeiten zu können. Erfreulich ist auch, dass im Staatsarchiv Ludwigsburg, das für die Archivierung digitaler Überlieferungen zuständig ist, bereits erste praktische Erfahrungen gewonnen wurden, die bei der Entwicklung eines Konzepts zu berücksichtigen sind. Einvernehmen besteht darüber, dass alle Archivabteilungen in den nächsten Jahren die elektronischen Unterlagen in ihrer Verzahnung mit der Überlieferung auf Papier bei der Überlieferungsbildung einbeziehen müssen.

Die Bestandserhaltung war wiederum in starkem Maß auf präventive konservierende Maßnahmen konzentriert. Einerseits konnten dafür Mittel des Landesrestaurierungsprogramms eingesetzt werden, andererseits aber auch in großem Umfang befristete Arbeitsverhältnisse in Gestalt von Ein-Euro-Jobs. Dass für solch grundlegende Arbeiten wie für die fachgerechte Verpackung von Archivgut kein Stammpersonal zur Verfügung steht, stellt freilich ein Strukturproblem dar.

Bei der Erschließung stand die Aufbereitung von Findmitteln für das Internet besonders im Vordergrund, wodurch, wie schon erwähnt, die Online-Präsenz im Internet erfolgreich ausgebaut wurde. Die Zugänglichkeit der Beständeübersichten und zahlreicher Findmittel zu einzelnen Repertorien im Netz liegt im besonderen Interesse der Nutzer und hat schon deshalb Priorität. Das entsprechende Internet-Angebot hat aber zugleich auch eine Entlastung der Archivabteilungen bei der Beratung und im Recherchendienst zu Folge. Das Online-Informationssystem Auswanderer aus Südwestdeutschland (http://www.auswanderer-bw.de) erhielt auf der Grundlage einer neuen Technologie ein neues Design, das auf dem 75. Archivtag vorgestellt wurde. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Projekt Piccard online konnte erfolgreich abgeschlossen werden, sodass nunmehr die komplette Wasserzeichensammlung Piccard des Hauptstaatsarchivs Stuttgart als Online-Datenbank kostenfrei im Internet genutzt werden kann.

Bei der Nutzung setzte sich 2005 der Trend fort, dass viele Nutzer sich vorab über das Internet informieren, um dann gezielt auf die Archive zuzugehen. Auch ist der Statistik für 2005 abzulesen, dass viele Nutzer in immer stärkerem Maß ihren Aufenthalt im Lesesaal dazu nutzen, Unterlagen nur kursorisch durchzusehen, um dann umfangreiche Kopieraufträge aufzugeben. Der geringfügige Rückgang der Nutzungen insgesamt im Jahr 2005 bei einem gleichzeitigen erheblichen Anstieg der in Auftrag gegebenen Reproduktionen ist wohl in erster Linie hieraus zu erklären. Wie die Zugriffszahlen bestätigen, wird das Angebot des Landesarchivs im Netz gut angenommen. Von einigen Archivabteilungen wurde aber auch eine Zunahme der Nutzung im Lesesaal festgestellt. Den Service für den Nutzer in den Lesesälen an den verschiedenen Standorten aufrechtzuerhalten, gehört schon deshalb zu den vorrangigen Zielen des Landesarchivs. Bei der Fertigung von Reproduktionen für die Nutzer stehen mittlerweile digitale Verfahren ganz im Vordergrund. Der Rückgang bei der Bearbeitung von Anfragen gegenüber den Vorjahren 2001-2005 hat seine Ursache darin, dass die Flut der Anfragen im Kontext der Entschädigung von Zwangsarbeiterinnen und -arbeitern wieder abgeebbt ist.

An allen Standorten des Landesarchivs konnten die Archive auch wiederum die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit durch Ausstellungen und kleinere Präsentationen, Veranstaltungen, Führungen, Beteiligungen an kulturellen Gemeinschaftsaktionen wie die Lange Nacht der Museen in Stuttgart oder die KAMUNA in Karlsruhe, durch Publikationen und nicht zuletzt auch durch Berichterstattungen in den Medien auf sich ziehen. Die aktive Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, mit der das Landesarchiv auf die interessierte Öffentlichkeit und bestimmte Zielgruppen, darunter besonders auch Studierende, Schüler und Kinder, zugeht, um ihr die Bedeutung und Nutzbarkeit der Archivbestände zu vermitteln, ist konstitutiv für das neu definierte Selbstverständnis. Es entspricht auch den Erwartungen des Ministeriums, das solche Aktivitäten fördert und unterstützt. Einvernehmen besteht im Kreis der Abteilungsleiter, dass bei der neuen Struktur der Archivverwaltung neben die standortbezogenen Projekte in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit nun auch verstärkt vernetzte Beiträge der einzelnen Abteilungen und landesweite Vorhaben treten müssen. Für die folgenden Jahre wurde dazu auf der Abteilungsleiterbesprechung ein Katalog möglicher abteilungsübergreifender Projekte zusammengestellt.

Sein zehnjähriges Bestehen hat das Institut für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut zum Anlass genommen, in Ludwigsburg ein Fachkolloquium zu dem Thema Bestandserhaltungskonzepte und -perspektiven für Archive und Bibliotheken zu veranstalten. Die Beiträge der als Expertengespräch konzipierten Tagung werden in den Werkheften des Landesarchivs publiziert.

Auf großes Publikumsinteresse stieß die Vorstellung der Kreisbeschreibung Schwäbisch Hall, die im November 2005 termingerecht ausgeliefert wurde. Die Publikation fand auch ihre Käufer; bei Jahresende waren bereits 2800 Exemplare verkauft, zwischenzeitlich ist die erste Auflage vergriffen. Das neue Konzept für die Kreisbeschreibung fand so eine erfreuliche Bestätigung. Weiter ausgebaut wurde von der Abteilung Landesforschung und Landesbeschreibung auch die Internetpräsentation Klöster in Baden-Württemberg, die - wie die Zugriffszahlen zeigen - im Netz von weiten Kreisen genutzt wird. Dies zeigt, dass das Landesarchiv mit seinem Vorhaben, ausgehend von seien Archivbeständen im Internet ein Landeskundliches Informationssystem einzurichten (LEO - Landeskunde entdecken, erleben, erforschen online) auf dem richtigen Weg ist. Dank der Bereitstellung von Sachmitteln durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst konnte 2005 dazu ein Vorprojekt gestartet werden, dass im Frühjahr 2006 seinen Abschluss fand.

Auch konnte das Landesarchiv 2005 eine Reihe neuer archivfachlicher Veröffentlichungen publizieren. Dazu zählen zwei Bände zu Akten des Reichskammergerichts, die im Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrt werden, womit die Reihe der Inventare zu den Akten des Reichskammergerichts in diesem Archiv erfolgreich abgeschlossen wurde. In der Reihe der Inventare der nichtstaatlichen Archive in Baden-Württemberg ist 2005 das Findbuch zum Archiv der Grafen von Bissingen und Nippenburg, Hohenstein erschienen, in den Werkheften der Staatlichen Archivverwaltung der Band Umbruch und Aufbruch. Das Archivwesen nach 1800 in Süddeutschland und im Rheinland mit den Vorträgen, die auf dem Kolloquium anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Generallandesarchivs Karlsruhe 2003 gehalten wurden.

2005 haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesarchivs auch wieder mit zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen an der archivfachlichen und landeskundlichen Forschung sowie der Vermittlung archivwissenschaftlicher und landesgeschichtlicher Erkenntnisse beteiligt, was ausdrücklich zu begrüßen ist und positive Rückwirkungen auf die Archivarbeit hat. Auf dem 75. Deutschen Archivtag haben mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Referate gehalten und Sitzungen geleitet. Dass ein Mitarbeiter des Landesarchivs zum Vorsitzenden des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare und ein weiterer Mitarbeiter in den Vorstand des Vereins gewählt wurden, kann jenseits der persönlichen Komponenten nicht zuletzt auch als ein Vertrauensbeweis in das Landesarchiv und als Anerkennung des Engagements seines Personals in archivfachlichen Fragen gesehen werden.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass hinsichtlich der Unterbringung des Landesarchivs für zwei Standorte eine positive Entwicklung eingetreten ist. Das Vorhaben eines Erweiterungsbaus für das Generallandesarchiv Karlsruhe erfuhr durch die Erwähnung in der Regierungserklärung von Ministerpräsident Oettinger Auftrieb, sodass nun mit der Einstellung von Mitteln für den Doppelhaushalt 2007/2008 gerechnet werden kann. In Freiburg wurde nach einem Besuch des Ministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Arbeitsgruppe Archivverbund wiederbelebt, die in zwei Sitzungen unter der Federführung des Wissenschaftsministeriums eine frühere Konzeption zur Bildung eines Archivverbunds in Freiburg und seiner Unterbringung fortgeschrieben hat. Für ein konkretes Objekt wurde ein Prüfauftrag erteilt.

Am Ende dieses Berichts soll ein herzlicher Dank stehen - zum einen an das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg für die gute Zusammenarbeit bei allen anstehenden Fragen, zum anderen an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre engagierte Arbeit im ersten Jahr des Landesarchivs und den positiven und kreativen Geist, den sie eingebracht haben.

Diesen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchte der Verfasser dieses Jahresberichts auch im Namen von Herrn Professor Dr. Wilfried Schöntag ausgesprochen wissen, seines Vorgängers in der Leitung des Landesarchivs, der - für die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter völlig unerwartet - mit Wirkung vom 31. August 2005 auf eigenen Antrag in den Ruhestand versetzt wurde. Da sich für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Archivabteilungen keine Gelegenheit mehr ergab, ihm alles Gute, Wohlergehen und Gesundheit für den Ruhestand zu wünschen, sei dies gleichermaßen nunmehr in ihrem Namen auch mit diesem Jahresbericht nachgeholt.

Den gesamten Jahresbericht im PDF-Format zum Download finden Sie unter folgendem Link: