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Landesarchiv >> Jahresberichte >> Jahresbericht 2007 >> Abteilung 8: Staatsarchiv Wertheim im Verbund mit dem Stadtarchiv Wertheim und dem Archiv des Main-Tauber-Kreises

Abteilung 8: Staatsarchiv Wertheim im Verbund mit dem Stadtarchiv Wertheim und dem Archiv des Main-Tauber-Kreises

Auch im Berichtsjahr waren die immer knapper werdenden Regalreserven im Magazin des Archivverbundes ein Problem, das die für die drei Kooperationspartner tätigen Mitarbeiter beschäftigte. Der Main-Tauber-Kreis stellt für das kommende Jahr Finanzmittel zur Verfügung, mit denen die vorhandene Regalanlage um drei Achsen ergänzt werden kann. Damit ist zwar ein kleiner Aufschub erreicht, dennoch müssen die Bemühungen um eine Magazinerweiterung fortgesetzt werden. Bei den Verantwortlichen wurde auf die Vorteile einer Ergänzung auf dem Gelände hingewiesen. In eine Nutzungsanalyse für das Kloster Bronnbach, die der Main-Tauber-Kreis bei der Fachhochschule Würzburg in Auftrag gegeben hat, ist das Bedürfnis des Archivverbundes eingegangen. Allerdings ist erst mittelfristig mit einer Lösung des Problems zu rechnen.

Der Ausbau einer leistungsfähigeren DSL-Anbindung, die dringend notwendig wäre, in Bronnbach aber noch nicht möglich ist, harrt einer Lösung. Im Berichtsjahr fanden erste Gespräche zwischen der Stadt Wertheim, zu deren Gemarkung der Standort des Archivverbundes gehört, und der Deutschen Telekom statt.

Ein erstes Projekt zur Erschließung des Löwenstein-Wertheim-Gemeinschaftlichen Archivs konnte zu einem guten Abschluss gebracht werden. Für die weitere Erschließung der vollkommen unverzeichneten Bestände wurden wieder Mittel der Stiftung Kulturgut beantragt.

Die Auswandererdaten des Archivverbundes Main-Tauber sind mittlerweile auch über das Internet abrufbar, nachdem ein eigens dafür eingestellter Projektmitarbeiter eine Datenbank erstellt hatte, deren Informationen in die Auswandererdatenbank integriert werden konnten. Die ursprünglich geplante direkte Eingabe war wegen technischer Probleme nicht realisierbar.

Zum 1.1.2007 wurde im Landesarchiv ein Online-Bestellsystem eingeführt. Die seitdem im Archivverbund Main-Tauber gesammelten Erfahrungen mit dem Bestellsystem zeigen, dass die erhofften Vorteile (Service für den Nutzer, Arbeitserleichterung im Nutzerdienst) nur dann vollständig zum Tragen kommen, wenn der Nutzer selbst recherchiert und bestellt. Die Bestellung und Verbuchung telefonischer oder schriftlicher Archivalienanfragen ist für den Lesesaaldienst zeitaufwendig. Einige Hemmnisse werden sicherlich mit zunehmender Verfügbarkeit der Bestände im Internet noch abnehmen, eine komfortablere Benutzerführung wäre aber erstrebenswert. Ergebnis der verstärkten Internetpräsenz sind vermehrt eingehende Kopierwünsche v.a. aus dem Bereich der Familienforschung. Die Zahl der schriftlichen Anfragen ist gegenüber der sehr hohen Nachfrage im letzten Jahr auf den Wert des Jahres 2006 zurückgegangen. Die Anzahl der Nutzer, die ihre Fragen bereits durch Einsicht in Online-Findbücher abklären konnten, scheint momentan durch Anfragen von Nutzern, die erst über den Internetauftritt auf unser Archiv aufmerksam wurden, ausgeglichen zu werden.

Ein voller Erfolg waren die Aktionstage, die im Rahmen der Präsentation der Ausstellung "Heute gerettet - gesichert für die Zukunft" im Archivverbund Main-Tauber stattfanden. Dabei zeigten Restaurator/innen des Ludwigsburger Instituts für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut ihr Können und berieten das Publikum. Die große Nachfrage bei dem ersten Termin war so groß, dass spontan mit dem IfE ein zweiter Termin arrangiert wurde. Dem Institut und seinen Mitarbeiter/innen sei für dieses Engagement herzlich gedankt.

Ein Teil der historischen Bildungsarbeit des Archivverbundes wurde auf neue Füße gestellt. Ein Quellenkanon, der den Lehrkräften der umliegenden Gymnasien zur Verfügung gestellt wurde, um diesen den Lernort Archiv vorzustellen, ist mittlerweile auch über die Homepage des Archivverbundes abrufbar.

Die Neuordnung der Bibliothek konnte mit Hilfe der hauseigenen Fachangestellten für Medien und Informationsdienste (FAMI) und einer in einer Qualifikationsmaßnahme beschäftigten Bibliotheksassistentin in Angriff genommen werden. Dabei wurden neue Regale angeschafft, die Bände neu aufgestellt und ihre Katalogisierung im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund vorangetrieben.

Die Personalsituation im Archivverbund Main-Tauber wurde maßgeblich durch Mutterschutz und Elternzeit der Archivleiterin beeinflusst. Ihre Kapazitäten konnten teilweise durch die befristete Einstellung eines Facharchivars des höheren Dienstes aufgefangen werden. Mit seiner Hilfe wurde und wird das Internet-Angebot des Archivverbundes verbessert und ausgebaut. Auf seine Mitarbeit gehen auch die neu veröffentlichten Online-Findmittel im Staatsarchiv zurück.

Im Berichtsjahr trat der Archivverbund mit elf Veranstaltungen an die Öffentlichkeit. Auch für das kommende Jahr wurde wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Mit sieben Vorträgen, zwei Lektürekursen, einem Tag der Archive und einem Tag der Heimatforschung und nicht zuletzt einem Konzert im Archiv mit Lesung von Quellentexten bringt sich der Archivverbund in die Kulturarbeit ein, die im Kloster Bronnbach von verschiedenen Trägern geleistet wird.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass der zum Jubiläumsjahr 2003 vom Archivverbund Main-Tauber erarbeitete Band "1153-1803 Kloster Bronnbach - 650 Jahre Zisterzienser im Taubertal" bereits in der zweiten Auflage erscheinen konnte. Diese ist um einen Beitrag über den Weg der Klosteranlage zu einem regionalen Kultur- und Wissenschaftszentrum seit dem Ankauf durch den Main-Tauber-Kreis und um ein Interview mit dem ehemaligen Landrat Georg Denzer erweitert.

All diese Ergebnisse wären ohne den teilweise überdurchschnittlichen Einsatz der Mitarbeiter nicht denkbar. Dafür gebührt allen der aufrichtige Dank der Leitung bzw. stellvertretenden Leitung des Hauses.

Den gesamten Jahresbericht im PDF-Format zum Download finden Sie unter folgendem Link: